Vercingetorix Monument on the Gergovia Plateau, Auvergne region of France
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Vercingetorix Monument on the Gergovia Plateau, Auvergne region of France
French vintage postcard
Arverni: they were located in the Auvergne, to which they gave their name, and their most powerful and important stronghold was Gergovia, probably Merdogne, a village which since 1865 has been better known as Gergovie, near Clermont-Ferrand.
Coverage of the various historical cultures, rulers, and states of Europe
Kurzbeschreibung der 2. Etappe Länge: etwa 23 km; Höhenmeter: ca. 1.200 m Geschätzte Pilgerdauer: 7 Stunden
Kurzfassung: Von Romagnat steigt man zur Hochebene von Gergovia auf, die durchquert wird. Dass hier Caesar auf die Mütze bekommen hat verwundert kaum, wenn man diese einst riesige Höhensiedlung näher in Augenschein nimmt. Die Etappe führt dann über Juffat nach Chanonat, wo die Templer eine Niederlassung betrieben hatten. Beleg dafür, dass die monetäre Bedeutung der Straßenverbindung in Richtung St. Saturnin im Hochmittelalter groß gewesen sein muss. Nach der Besichtigung der auvergnatischen Basilika und dem Ortszentrum geht’s dann zur Feier des Tages nocheinmal ordentlich aufwärts ins Benediktinerkloster Randols. Man gönnt sich ja sonst nix.
Bernard und Laurette Quinsat samt dem Pilgersmann
Nach den vielen Gesprächen mit Bernard Quinsat in dessen Heim in Romagnat ist man dann so richtig ‘scharf’ drauf, die Via Arverna unter die Sohlen zu nehmen. Die Sache mit den Höhenangaben in den diversen Beschreibungen hatte ich nicht wirklich geglaubt. Ich durfte mich aber schon zum Beginn der Etappe davon überzeugen, wie heftig es hierzulande aufwärts geht. Immerhin bewältigen die kühnen Pilgersleute auf den ersten 14 Etappen mehr als 8.000 Höhenmeter. Beileibe kein Lercherl.
Der uralte Weg von Romagnat führt direkt nach Gergovia. Dem schönheitssuchenden Pilgersmann eröffnen sich immer wieder geniale Blicke auf Clermont-Ferrand. Der historisch beflissene Wandersmann kann aber riesige Steinhaufen im Wald kaum übersehen, die sich links und rechts des Weges auftürmen. Dazwischen immer wieder Senken. Ganz so, als wären dies einstige Befestigungsanlagen der Kelten. Was ich auch tatsächlich annehme.
Die riesigen Steinhügel im Wald deuten auf einstige Wehranlagen hin.
Der Blick von Gergovia auf Clermont
Jedenfalls erreicht man doch einigermaßen verschwitzt das Hochplateau, das berühmte Gergovia. Ich hatte geglaubt, diese keltische Siedlung wäre einige Fußballfelder groß gewesen. Weit gefehlt. Das Plateau hat locker und flockig zwei km2. Noch immer scheinen Trockensteinmauern die einstigen Hausbezirke Gergovias abzubilden. Eine mit flachen Steinen befestigte Straße deutet sogar eine Art Hauptstraße an.
Wen’s interessiert: das ist die Hochebene von Gergovia.
Ratsam ist es, den einstigen, vermutlichen Hauptort der Kelten etwas näher in Augenschein zu nehmen. Vor allem die sichtbaren Ausgrabungen am Westtor der Anlage. Aber auch die steile Rampe, die dem Herrn Caesar offenbar beinahe zum Verhängnis geworden ist. Man muss kaum Vorstellungskraft besitzen um zu erahnen, wie sich hunderte, wenn nicht tausende Kelten den Hang hinunter auf die verdutzten Römer stürzten und diese in die Flucht schlugen. (Ich bin so frei, das anzunehmen…)
Die Vorstellung, dass sich tausende Kelten diesen Steilhang hinunter und auf die Römer stürzten ist schon was.
Die Reste der alten Befestigungsmauer in Gergovia.
Die Basis der Palisadenmauer von Gergovia
Das Westtor von Gergovia
Die Reste des historischen Gergovia
Auf dem gesamten Plateau von Gergovia befinden sich dutzende riesige Steinhaufen
Von Gergovia an geht es nun eine Weile abwärts. Ist auch gut so. Allein die Steine auf den Wegen sind spitz und zackig. Basalt mischt sich da mit ordinärem Lavagestein. Der schon etwas knieweiche Pilgersmann erreicht Jussat, der erhoffte Brunnen spendet allerdings kein Wasser mehr. Also weiter bis Chanonat, ein liebliches Dörflein, in dem es wieder Wasser gibt. Wenn auch nur am Friedhof. (Das ist ein Tipp, der immer hinhaut: wenn man Trinkwasser sucht, am Friedhof findet man es!)
Was ich nicht wusste und hier nachtrage: offenbar besitzt der französische Altpräsident Giscard d’Estaing hier ein schlossartiges Gebäude. Und – so die Fama – wenn man dort am Pförtnerhäuschen frägt sei es schon vorgekommen, von seiner präsidialen Herrlichkeit per Handschlag begrüßt zu werden.
Ich habe in Chanonat – Aug in Aug mit der Templerburg – eine Rast eingelegt. Was ich all den Pilgersleuten dringend empfehle. Da gibt’s einen Mühlbach, dessen Wasser frisch und sauber ist. Vis a vis der alten Waschanlage ists vornehm und gemütlich.
Der Pilgerweg führt hier die Treppe hinab. Wie schön ist das!
Das Burgareal und sein Eingang.
Romantisch ist ein Hilfsausdruck für diesen Torbogen
Die Wehrmauer der Templerburg samt Wehrturm.
Die Treppen der Via Arverna
Hier horteten die Templer vermutlich ihre Schätze. Keine Fenster!
Das Örtchen Jussat. Der Brunnen im Vordergrund verweigerte dem Pilgersmann eine Erfrischung.
Die Reste einer Kirche in Chanonat. Vermutlich während der Revolution zerstört.
Nach Chanonat geht’s wieder aufwärts. Und wie. Der Weg – ein ziemlicher Verhau. Denn da handelt es sich mit Sicherheit um eine alte Römerstraße, die schon länger in Auflösung begriffen ist. Ich nehme stark an, dass die Straße im Mittelalter noch gepflegt worden war, jetzt aber – angesichts moderner Teerstraßen – der Vergessenheit und somit dem Verfall preis gegeben wird. Auf genau solchen Strecken macht sich ein Pilgerstock mehr als bezahlt. Denn die Trittsicherheit nimmt zu und die Gefahr ab, dass es hier zu einem Sehnenriss kommt. Ich war mir da erstmals nicht sicher und hab mir die Notrufnummer zurecht gelegt. Und zwar jene der österreichischen Bergrettung, die man direkt per App verständigen kann.
Die in Auflösung befindliche Römerstraße bei Chanonat
Aber es ist alles ohne Blessuren abgelaufen. Allein im Wasserverbrauch hatte ich mich getäuscht. Und so musste ich die restlichen 6 Kilometer nur mit einigen Schlückchen begnügen. Bis St. Saturnin, wo dann auch eine Bar offen hatte, was im Herbst beileibe keine Selbstverständlichkeit in dieser Gegend ist.
Der achteckige Turm dieser wunderbaren Basilika St. Saturnin.
Alte Renaissance-Häuser am Dorfplatz von St. Saturnin. Hier lässt sich leben wie Gott in Frankreich.
Ich vermute, dass diese Häuser in der Gotik errichtet worden sind.
Ein wunderbarer Farbtupfer in St. Saturnin
Die uralte Magdalenenkapelle in St. Saturnin.
Schaut aus wie ein Haus der Hobbits?
Das war mit größter Wahrscheinlichkeit im Mittelalter ein ‘Abtritt’. Damals wurden die Fäkalien ja direkt auf die Straße ‘ausgeklinkt’.
Blick auf St. Saturnin im Monne-Tal
Es ist – nach dem Löschen des ersten Durstes – sehr ratsam, in St. Saturnin zu spazieren, die Basilika zu besichtigen und das mittelalterliche Ambiente aufzusaugen. Das ist eines jener Örtchen, die ich über alles liebe, die mich inspirieren und die für mich Schönheit, Eleganz, Ruhe und Kontemplation darstellen.
Detail an der Basilika von St. Saturnin.
Bernard Quinsat hatte mir empfohlen, weiter nach Randols zu spazieren ins Benediktinerkloster und nach Frère Bruno Le Chevalier zu fragen. Was ich auch tat. Und von diesem überaus herzlich begrüßt wurde. Das Abendessen nahm ich dann gemeinsam mit den Brüdern ein, nachdem ich dem Abt vorgestellt worden war. Ich kann dies nur aus ganzem Herzen empfehlen, denn die Brüder freuen sich sichtlich über Pilgersleute. Frauen bleibt es allerdings verwehrt, hier zu nächtigen. Zwei Kilometer weiter ist das uralte, pittoreske Örtchen mit einer Herberge in einem der alten Steinhäuser.
Das Benediktinerkloster Randol
Die Kirche als ein Rundbau, wie ich ihn kaum je gesehen habe.
Allein die Pilgerinnenherberge in Randols ist es Wert, sich auf die Via Arverna zu begeben.
2. Etappe: Romagnat – St. Saturin – Randol Kurzbeschreibung der 2. Etappe Länge: etwa 23 km; Höhenmeter: ca. 1.200 m Geschätzte Pilgerdauer: 7 Stunden…
an acrylic i did last month: the batlle of Gergovia
On se dégourdi les jambes, on prend l'air ! @_dylan06 #amoureux #gergovia #plateaudegergovie #clermontferrand #boys (à Plateau de Gergovie)
Gergovia Full Discography!
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