napom

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🐻☀️ Max & Bearemy zur Gindelalm Früh aufstehen lohnt sich — manchmal!
by bearmaxalpenwald
Es war noch dunkel hinter den Vorhängen, als ihre Unplüschige die Zimmertür öffnete.
„Aufstehen! Wir gehen wandern!"
Stille.
Dann ein verschlafenes Grummeln aus dem Bett.
„Es ist viel zu früh", murmelte Max, ohne die Augen zu öffnen. 😤
Bearemy zog sich die Decke über die Ohren. „Viiiel zu früh."
Ihre Unplüschige ließ sich nicht beirren. „Heute werden es 32 Grad. In der Sonne noch mehr. Wer jetzt nicht aufsteht, bleibt den ganzen Tag drinnen."
Kurze Pause.
„…wann gehen wir?", fragte Max.
„Fünf Uhr fünfundvierzig."
Bearemy öffnete ein Auge. Sah auf die Uhr. Schloss es wieder.
„Das ist keine Zeit. Das ist eine Zumutung." 😒
Aber — sie standen auf. Widerwillig, murrend, mit halbgeschlossenen Augen. Denn tief im Inneren wussten beide: Ihre Unplüschige hat meistens Recht. 🐾
Draußen empfing sie eine Welt, die noch nicht ganz aufgewacht war.
19 Grad. Kühl, frisch, still.
Der Wald auf ihrem Hausberg lag noch im Halbdunkel — die Sonne hatte es noch nicht geschafft, durch das dichte Blätterdach zu dringen. Die Forstwege waren schattig und ruhig, das Licht gedämpft und blaugrau, wie kurz vor dem Tag. 🌲
Kein Lärm. Kein Wind. Nur das leise Knirschen ihrer Schritte und irgendwo, ganz weit oben, die ersten Vögel, die den Morgen begrüßten. 🐦
Max und Bearemy liefen still nebeneinander her. Noch kein großes Reden. Noch kein großes Staunen. Einfach nur gehen, atmen, ankommen im Morgen.
Und langsam — ganz langsam — merkten die beiden Bären, dass es vielleicht doch keine so schlechte Idee war. 🌿
Nach einer Weile wechselten sie auf den Wanderpfad.
Hier war die Welt schon heller. Die Sonne stand nun etwas höher und schickte ihre ersten Strahlen schräg durch die Bäume — lange goldene Lichtbahnen, die den Waldboden in warmes Morgenlicht tauchten. ✨
Der Pfad wurde rauer. Wurzelwerk und Felsen verlangten nun Aufmerksamkeit — jeder Schritt bedacht, jede Pfote sorgfältig gesetzt. Aber genau das machte es lebendig. Der Wald forderte sie, und die beiden Bären nahmen die Herausforderung an. 🥾
Und dann — ein kleiner Begleiter.
Ein Schmetterling flatterte auf den Weg, setzte sich kurz, als würde er warten, und zog dann seine Runden neben ihnen. 🦋
„Ein Wegbegleiter", flüsterte Bearemy.
„Oder ein Aufpasser", grinste Max.
Nach einer guten Weile erreichten sie die Huberspitzalm — und gönnten sich eine kleine Pause. 🏠
Die Aussicht öffnete sich, die Berge lagen klar und deutlich vor ihnen, und die Morgensonne warf weiche Schatten über die Hänge. Die Luft war noch kühl und klar — kein Vergleich zu dem, was später kommen würde.
„Noch eine Stunde", sagte ihre Unplüschige, „dann sind wir bei den Gindelalmen."
Bearemy nickte zufrieden, schaute in die Runde, hörte den Vögeln zu — und stand dann wieder auf.
„Los." 🐾
Kurz darauf — am Wegrand — leuchteten sie: wunderschöne blaue Blumen, frisch im Morgentau, als hätten sie extra für diesen frühen Spaziergang geöffnet. 💙🌸
Bearemy blieb stehen und schaute sie an.
„Weißt du was?"
„Was?"
„Es war vielleicht doch keine schlechte Idee, früh aufzustehen."
Max sagte nichts. Aber er lächelte. 🐻
Der Wald wurde lichter. Die Bäume standen weiter auseinander, das Licht flutete herein, und die Wiesen öffneten sich zu einem weiten, grünen Bild.
Und dann — da waren sie.
Die drei Gindelalmen, friedlich und vertraut in der Morgenlandschaft. 🏡🏡🏡
Max und Bearemy erkannten sie sofort. Und noch bevor sie richtig angekommen waren, öffnete sich die Tür — und ihre Lieblingswirtin schaute heraus.
Ihr Gesicht leuchtete auf.
„Ihr seid das!"
Sie freute sich aufrichtig über den frühen Besuch — auch wenn die Alm um diese Zeit eigentlich noch längst nicht geöffnet hatte. Aber das spielte keine Rolle. Denn was eine gute Wirtin tut, wenn alte Bekannte vor der Tür stehen?
Sie macht Kaffee. ☕
Der Duft zog durch den Morgen — warm, kräftig, unwiderstehlich.
Max und Bearemy saßen mit ihrer Tasse in den Pfoten, die Aussicht vor sich, die Berge im Morgenlicht, die Stille des frühen Tages noch ganz über allem. 🏔️☀️
Die Vögel zwitscherten. Der Kaffee dampfte. Die Welt war schön.
„Ich bin froh, dass wir gegangen sind", sagte Bearemy nach einer Weile.
Max nippte an seiner Tasse. „Ich auch."
„Ich bin immer noch der Meinung, dass 5:45 Uhr eine Zumutung ist."
„Natürlich."
„Aber… es hat sich gelohnt." 😄☕
Ihre Unplüschige lächelte still in ihre Tasse. Sie hatte es gewusst. 🐾
Gegen 8 Uhr machten sie sich auf den Heimweg.
Die Sonne stand nun deutlich höher, das Licht hatte seine frühe Weichheit verloren und strahlte klar und direkt. 25 Grad — und es würde noch mehr werden.
Auf dem Rückweg durch den Wald sahen sie, was sie beim Aufstieg noch nicht ganz wahrgenommen hatten: wie der Morgen aufgegangen war, wie das Licht sich verwandelt hatte, wie lebendig der Wald schon um diese frühe Stunde gewesen war.
Sie hörten den Vögeln noch einmal zu. Schauten in die Bäume. Atmeten die kühle Waldluft, die bald verschwunden sein würde. 🌲🐦
Und als sie schließlich wieder zuhause ankamen — die Sonne draußen schon brennend, die Hitze des Tages voll angekommen — lehnten sich die beiden Bären zurück und dachten an den Kaffeeduft, die blauen Blumen, den Schmetterling und die drei Gindelalmen im Morgenlicht.
32 Grad draußen. Aber in ihren Herzen — der schönste, kühlste, stillste Morgen. 🐻☕🌿
Manchmal hat die Unplüschige einfach Recht. 😄🐾
Danke fürs Lesen und für euer Interesse! 🐾 Max aus dem Alpenwald 🌿
Winterwanderung vom Tegernsee zum Schliersee
Winterwanderung vom Tegernsee zum Schliersee
Januar 2017: Herrliches Winterwetter in den Tegernseer Bergen lässt uns früh aufstehen und den ersten Zug in Richtung Süden nehmen. Am 21.01.2017 steigen wir um kurz nach 5 Uhr in die Bahn und gegen Mittag am Tegernseer Bahnhof aus. Für viele, die mit uns im Zug gesessen haben, geht es jetzt noch mit dem getakteten Bus weiter Richtung Süden, wahrscheinlich zum Wallberg. Wir machen uns direkt zu…
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