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Bereit gestellt
Noch freie Plätze ...
... gibt es für die Veranstaltung "Fördermöglichkeiten für (schriftliches) Kulturgut in Sachsen-Anhalt und auf Bundesebene.
Am 28. April 2022, um 14:00 Uhr bietet BERATUNGSSTELLE BESTANDSERHALTUNG SACHSEN-ANHALT eine Informationsveranstaltung über das Landesprogramm und die beiden Bundesprogramme der Koordinierungsstelle für den Erhalt des schriftlichen Kulturguts (KEK) und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Es wird die Möglichkeit geben, alle Fragen rund um die Förderprogramme mit Dr. Ursula Hartwieg, KEK und Dr. Lutz Miehe (Landesprogramm Erhalt des schriftlichen Kulturguts) zu besprechen. Ergänzt wird die Runde durch die Ernst von Siemens Kunststiftung mit ihrem umfangreichen Förderprogramm. Die Veranstaltung wird hybrid durchgeführt. Sie wird online übertragen und es wird die Möglichkeit geben im Gleimhaus in Halberstadt in Präsenz teilzunehmen.
Die Veranstaltung ist kostenlos.
Anmeldung: [email protected]
Quelle: https://www.gleimhaus.de/beratungsstelle-bestandserhaltung/veranstaltungen.html
Erster Newsletter
Zum Wochenende der aktuelle Newsletter der Beeatungsstelle:
https://www.gleimhaus.de/newsletter-beratungsstelle-bestandserhaltung/202201.html
Aufklärung? Das klingt nach Schule, Nathan dem Weisen und ernsten Fragen der Moral. Das Gleimhaus in Halberstadt zeigt uns jetzt die heitere Seite. Es kichert aus den Regalen und amouröse Abenteuer erlebt man dort auch.
Schaut man sich das Zeitalter der Aufklärung (1650 - 1800) an, muss man sich häufig fragen, ob wir nunmehr mit großen Schritten wider zurückgehen. Deutlich wird dies lediger insbesondere auch auf den Social Media-Kanälen, wenn Fotos von Bildern von anerkannten modernen oder auch sogen. alten Künstlern deshalb ausgeblendet werden, da sie angeblich zu freizügig sind und damit den Richtlinien, die sich die Kanäle seit einigen Monaten gegeben haben, nicht entsprechen.
Es ist zuzugeben: Die gezeigte Freizügigkeit ist manchmal etwas extrem. Aber dies ist nicht der entscheidende Gesichtspunkt: Letztlich treffen hier zwischenzeitlich verschiedene Kulturkreise aufeinander:
Der eine geprägt durch das Zeitalter der Aufklärung, was sich schließlich nicht nur auf religiöse Fragen bezieht und damit die Kirche zu einer persönlichen Angelegenheit des Individuums werden lässt, sondern auch auf den Umgang mit der tatsächlichen oder bildlichen Darstellung der Personen (hier war z.B. Alice Schwarzer im letzten Jahrhundert auch fördernd).
Der andere, streng einer Glaubensregel angepasst, Freiheiten nur im Rahmen derselben zulässt und den Körper, insbesondere der Frau, aus Scham verhängen lässt.
Es lässt sich nicht erkennen, weshalb gerade Social Media-Seiten den Versuch unternehmen, die Zeit der Aufklärung zurückzudrehen. Gerade was die freizügige Darstellung von Personen anbelangt, war diese bereits weit vor der Aufklärung vertreten, wie griechische und römische Skulpturen zeigen. Erst die Kirche brachte eine Eindämmung, die mit dem Zeitalter der Aufklärung und der Relativierung der Glaubensfrage sich zunehmend lockerte.