Biokiste
Es gibt Projekte, die ziehen sich bei mir ewig hin. So möchte ich schon seit einiger Ewigkeit meine Rezepte sortieren, der Keller ähnelt einer Rumpelkammer und die Dokumentenablage quillt über. So ähnlich war es auch bei dem Projekt Biokiste. Ewig vorgenommen, diese zu bestellen, ewig vor sich hingeschoben. Bis ich mich eines Tages hinsetzte und ein wenig recherchierte. Ein kurzer Anruf. Und eine kulinarisch aufregende neue Ära begann.
Ich werde euch in diesem Eintrag etwas über meine Biokiste erzählen. Auch wenn ich, wie ihr gleich lesen werdet, total hinter diesem Hof stehe, ist nicht mein Kerngedanke, euch diesen vorzustellen, sondern das Thema Biokiste generell näher zu bringen. Vielleicht zählt es bei euch auch zu den ewigen Projekten und inspiriert durch diese Zeilen investiert ihr ein wenig Zeit, um eure Kiste zu finden. Von meiner Seite aus hätte ich es schon längst tun sollen, denn es ist praktisch, zeitsparend und ökologisch. Und es verändert den Foodkonsum.
Meine Wahl fiel auf den Biohof Braun. Ich hatte direkt ein gutes Gefühl - irgendwie hat die Chemie gestimmt, so ganz ohne Chemie. Regional, liefert nach Stuttgart, hat eine breite Auswahl und teilt meine Lebensmittelphilosophie. Ich bin nun bald ein Jahr begeisterte Kundin und kann das System Biokiste jedem empfehlen.
Bei diesem Hof funktioniert es folgendermaßen: Es gibt verschiedene Arten von Abiokisten, zwischen denen man wählen kann, Mindestbestellwert ist 16 Euro. Ich hatte anfangs eine reguläre Gemüse- und Obstkiste für jeweils 8 Euro, mittlerweile habe ich es um eine Stufe erweitert und zahle somit wöchentlich 21 Euro - Lieferkosten sind im Preis enthalten. Dazu habe ich noch für jede zweite Woche eine kleine Käseauswahl dazugebucht, ebenfalls die reguläre Auswahl. Man kann bestimmte Lebensmittel ausschließen, bei mir sind es Zwiebeln und Knoblauch, da ich es nicht so gut vertrage und daher nicht damit koche. Ein paar Tage vor der Lieferung kann man online in seine Bestellung einsehen und auch das ein oder andere dann noch verändert. Außerdem gibt es im Onlineshop zahlreiche Produkte - Brot und Pasta bestelle ich manchmal dazu. Geliefert wird es dann einmal in der Woche in Pfandkisten, die man die Woche darauf zurückgibt. Falls man nicht daheim sein sollte, kann man es sich vor die Haustür abstellen oder zu den Nachbarn liefern liefern. Alles easy.
Um direkt zu dem allergrößten Vorteil der Biokiste zu kommen: Die Qualität der Lebensmittel ist phänomenal! Ich habe auch davor mein Gemüse im Bioladen oder auf dem Markt gekauft und aus der Kiste ist es noch besser. Es ist frisch und super lecker. Ich habe die Preise nie konkret verglichen, würde aber vom Gefühl her sagen, dass es im ähnlichen Rahmen wie im Biomarkt legt, jedoch wie qualitativ hochwertiger ist, was für mich auch einen höheren Preis gerechtfertigen würde. Für Qualität gibt es eindeutig fünf von fünf Sternen.
Was mir ebenfalls gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass es viele Gemüse- und Obstsorten im Sortiment gibt, die mir davor nicht bekannt waren. Ich weiß nicht, ob es konkret an meinem Hof liegt oder immer bei Biokisten der Fall ist, aber da ich sehr experimentierfreudig bin, ist dies genau mein Ding. Ebenfalls bei meinem Hof finde ich toll, dass man wöchentlich über Mail informiert wird, was es Neues vom Leben auf dem Biohof gibt und man sozusagen fast live bei der Ernte dabei ist. Dadurch bekommt man eine ganz besondere Bindung zu seinen Lebensmitteln.
Man muss sich bewusst werden, dass man dadurch regional und saisonal lebt. Sprich: Im Winter gibt es in der Obstkiste vor allem Äpfel und Orangen. Im Frühjahr und Sommer wird sich die Auswahl wieder stark verändern. Mich persönlich hat es nie gestört, da ich auch davor ähnlich eingekauft habe, aber es macht einem doch noch einmal genau bewusst, wie der Inhalt auf unserem Teller von der Jahreszeit abhängt.
Ich werde oft gefragt, ob es nicht doof sei, dass man mehr oder weniger gezwungen ist zu verkochen, was man eben bekommt. Naja. Erstens hat man, zumindest bei meinem Anbieter, die Möglichkeit, ein paar Tage vorher in die Kiste einzusehen und gegebenenfalls zu editieren. Außerdem sind es in der Regel, wenn man gesund und ausgewogen lebt, sowieso Lebensmittel, die man eingekauft hätte. Gerade wenn man einen stressigen Job hat und spät nach Hause kommt, gibt es nichts besseres, als zwei große Kisten mit Leckereien zu finden. So ist jede Woche gesichert, dass man etwas essbares im Haus hat. Wenn dazu auch noch die Vorräte gut gefüllt sind, kann mit der gesunden Ernährung eigentlich nichts mehr schief laufen. Seit ich die Biokiste bekomme, gehe ich nur noch selten einkaufen, hole vielleicht einmal die Woche noch Fleisch, Milchprodukte und das ein oder andere. Es spart letztendlich wirklich Zeit.
Damit ihr euch ein bisschen vorstellen könnt, was in den Biokisten zu finden ist, habe ich ein paar festgehalten. Ich hoffe dieser Beitrag beantwortet all die Fragen, die mich erreicht haben. Es ist wie immer kein gesponserter Post. Nur ein Funken Inspiration für euch, um vielleicht ein weiteres ewiges Projekt von eurer To Do-Liste zu streichen:









