Der Shitstorm als Marketingkonzept?
Galt der Shitstorm zu Beginn noch als stetig lauernde Gefahr auf die die Marketingabteilungen mit Panik oder mit Gelähmtheit reagierten, werden die Bewältigungsstrategien immer komplexer und ausgefeilter (vgl. Steinke 2014, S. 1). Nichtsdestotrotz wünscht sich kein Unternehmen, keine öffentliche Person, Journalist oder Politiker einen Shitstorm. Es sei denn dieser ist gewollt und in Szene gesetzt, um so auf ein Problem aufmerksam zu machen. Denn es gilt auch heute noch ein bekanntes Sprichwort: Lieber schlechte PR, als gar keine. Dieser Grundsatz scheint paradox zu sein, es gibt aber durchaus Beispiele, die die Richtigkeit bestätigen (vgl. Berger 201) Dennoch ist das Phänomen nicht immer zutreffend und muss deshalb relativ genau kalkuliert werden.
Deshalb setzen immer mehr Unternehmen auf Social-Media Teams und auch die Regelungen für Verbote von Mitschnitten oder das Verwenden von Smartphones lockert sich bei immer mehr Unternehmen (vgl. Steinke 2014, S.8). Das Internet mit Blogs oder sozialen Netzwerken werden immer bewusster eingesetzt, wenn auch teilweise unbeabsichtigt.
“Längst sendet nicht mehr nur jederzu einer Presseveranstaltung eingeladene Journalist via WLAN oder Mobilfunk al-le von ihm bewusst oder unbewusst gesammelten Informationen in Echtzeit nachdraußen. Das gleiche macht potenziell auch jeder Mitarbeiter oder Kunde, der zurselben Zeit ein Smartphone auf dem Firmengelände benutzt. So überträgt das Un-ternehmen teils gewollt, teils ungewollt permanent ein Fremd- und Eigenbild in diesozialen Netze und in die Öffentlichkeit” (Steinke 2014, S. 8).