März
Mit der Energie aus dem Februar – diesem Gefühl, hier zu bleiben und sich weiter etwas aufzubauen – sind wir in den März gestartet.
Und wow, was das angeht, war der März eine Achterbahnfahrt. Das Zauberwort: Hauskauf.
In kürzester Zeit haben wir uns bestimmt zehn, elf Häuser angeschaut. Das Adrenalin jedes Mal ganz oben dabei. Ist es das? Oder doch nicht?
Nordamerikanische Architektur ist nicht immer… unser Geschmack. Bei manchen Häusern war sofort klar: Hier fühlen wir uns nicht zuhause.
Bei einem war dieses Gefühl aber ganz groß.
Und damit begann die zweite Phase. Angebot abgeben, Gegenangebot bekommen, hin und her – bis wir uns schließlich geeinigt haben.
Und dann? Wurde es erst richtig spannend.
Phase 3: Zwei Wochen Zeit für uns, um alle Bedenken auszuräumen und den Kauf zu finalisieren.
Die Bank, die uns zunächst den Kredit zugesichert hatte, entschied sich plötzlich gegen uns. Also ging die Suche wieder von vorne los. Ein tolles Gefühl mit weniger als zwei Wochen Zeit.
Dazu kam, dass sämtliche Kontoauszüge ins Englische übersetzt werden mussten. Unsere europäische Großbank war dazu leider nicht allein in der Lage, also mussten wir eine Agentur beauftragen.
Und weil das noch nicht genug Nervenkitzel war, haben wir das Haus professionell inspizieren lassen. Um wirklich zu wissen, worauf wir uns einlassen.
Das Ergebnis:
Die Elektrik müsste erneuert werden, einige Rohre sind am Ende ihrer Lebensdauer, das Dach über der Garage ist zu flach und sammelt Wasser. Und dann noch die wirklich großen Unbekannten – ist Asbest in den Decken? Und liegt ein alter Öltank im Garten?
Puh.
So schön das Haus war und so sehr wir uns das Leben dort schon vorstellen konnten – das Risiko wurde immer größer.
Am Ende dieser zwei Wochen haben wir uns dagegen entschieden.
Und die Erleichterung war sofort da.
So schön es gewesen wäre: Als erstes Haus, mit den herkömmlichen finanziellen Verpflichtungen aber vor allem den zusätzlichen unbekannten Kosten der Reparaturen, hätten wir vermutlich mehr schlaflose Nächte als Freude gehabt.
Da wir als Ausländer aktuell nur ein Haus kaufen können, wenn noch ausreichend Zeit auf unserem Arbeitsvisum verbleibt, war das vorerst unsere Chance. Weiter geht es erst wieder, wenn wir im Oktober das neue Visum haben.
Am Tag nach unserer Entscheidung kam wie ein Zeichen, was verspricht „es geht weiter“, mein neuer Reisepass an – wir können also mit der Visumsverlängerung starten.
Und am Nachmittag hatten wir eine Wohnungsbesichtigung, die mit einem Handschlag endete.
Unsere neue Bleibe wird also ein modernes Apartment mit Bergblick und Balkon.
Wir sind dankbar für diesen ersten Versuch des Hauskaufs. Wir wissen jetzt viel besser, worauf wir achten werden.
Und gleichzeitig sind wir froh, uns nicht in eine ungewisse Renovierungsgeschichte gestürzt zu haben.
Die ständige Abwechslung zwischen Vorfreude und Zweifel hat für den Moment ein Ende. Und wir richten ruhigen Gewissens und mit viel Sicherheitsgefühl unsere neue Wohnung ein.












