Es gab mal eine Zeit, da fand ichs ja recht fancy, uh huere verstrichen zu sein. So voll im Leben. Aber uh huere. Logischerweise folgte ihr eine Zeit, da fand ichs dann wieder unvorstellbar geil, abartig nüchtern zu sein. In der bin ich eigentlich gerade mehr oder weniger, aber letschti war da dieses Fest, und es ging uh huere ab, und die Freunde waren uh huere guet, und überhaupt war alles zusammen uh huere dure. Man muss ja bitz aufpassen, was man hier an delikaten Daten und so mit solchen Aussagen, aber soviel darf aso schon gesagt sein: Heilanzack zu allem. Mittlerweile ist der Kater abgebaut, und weil ich am Tag nach diesem Überhit von einer Party vollgesogen mit Alkoholika und Nächstenliebe den Anlass kurzerhand zum besten meines Lebens erklärte, sehe ich mich gezwungen, auch weiterhin mit derselben sektiererischen Begeisterung davon zu schwärmen: Ein Downgrade liegt nicht drin - nicht, wenn alle anderen Anwesenden und Anwesendinnen konsonant in den höchsten Tönen fast schon ins Geussen kommen. Abgesehen vom erheblichen Risiko, schlicht für frigid befunden und fortan nur noch zur OLMA oder zum Art on Ice oder am Ende noch zu einem dieser Schweizer Comedy-Zirküsser mitgenommen zu werden, ist eine solche rückwirkende Relativierung ja auch mit einer Reihe tougher Fragen an einen selber verbunden. Allen voran die, ob man denn des Nachts noch ruhig schlafen könnte, wissend, irreversibel Lebenszeit in so einen mediokren Scheiss verblasen zu haben. Plus Hangover. Die Antwort liegt gottseidank auf der Hand: Einfach ein bitz Drogen dabei haben. Mal ehrlich.
B.W. aus Z. gewidmet











