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There's worse places to have to circle while you wait for a runway. #hellosanfrancisco
Thank you God for keeping our plane safe 🙏 #blessed #hellosanfrancisco #texasgal in #calibound 🤘🤘🤘 (at San Francisco International Airport)
Los Angeles
Im Zug auf dem Weg nach Los Angeles kam es schon früh zu einer unangenehmen, fast ironischen Überraschung. Uns wurde anfangs in Seattle und in New York zweimal über AirBnB abgesagt. Einmal war es die Gesetzeslage in LA, das andere Mal die Abwesenheit unseres Gastgebers, was uns Nerven und Stunden kostete, da wir uns erneut auf die Suche machen mussten. Als wir dann mit Vorfreude im Zug saßen, bekamen wir eine Nachricht von unserem dritten Gastgeber... ihr könnt es euch denken: “ABSAGE für die erste Hälfte unseres Aufenthaltes wegen Bauarbeiten am Haus.” Für einen Moment wussten wir nicht, ob wir lachen oder weinen sollten, da es höchst skurril war, drei mal hintereinander abgelehnt zu werden. So surften wir im unglaublich langsamen Internet des Zuges und suchten für die ersten Tage einen vierten Gastgeber, bei dem wir unterkommen konnten.
Wir fanden Emil, welcher in Santa Monica lebt und uns auf seinen “gemütlichen” Couchen beherbergte. Sein kleines Apartment regte viele Unterhaltungen und gemeinsame Mahlzeiten an, da man sich ständig über den Weg lief. Zu unseren Gunsten, befand sich Emil nach seiner Krankenpflegerausbildung in temporärer Arbeitslosigkeit und hatte somit, außer Jobsuche, nicht viel zu tun. Dies hatte zur Folge, dass er uns viele Tipps gab und am Freitag mit uns in die Hollywood Hills fuhr, um zum berühmten Hollywood Zeichen zu wandern. Besonders intensiv spürt man den Temperaturunterschied zwischen dem Strandgebiet und dem Inland der Stadt. Los Angeles ist zudem eine sehr ausgedehnte Stadt, sodass man vom Strand im Westen gut 45 Minuten bis nach Hollywood braucht. Nach einigen Fotos setzte uns Emil am Chinese Theatre am Walk of Fame ab, wo wir unsere Freundin Wynter aus Seattle (,die ihr noch aus einem der ersten Blogs kennen solltet,) trafen, weil sie zu einem Film Festival in LA eingeladen wurde. Das Wiedersehen freute uns sehr und so setzten wir uns an einen Tisch am Walk of Fame, um erstmal die Sonne zu genießen und zu quatschen. An dem Tisch saß außerdem noch eine 21-Jährige Philippinin namens Zoe aus Seattle, welche uns ansprach, da sie alleine und traurig war. Sie hatte Streit mit ihrem Ehemann und suchte Anschluss. Nachdem sie uns erzählte, dass er lieber in Museen, nicht mit ihr tanzen, und nicht mit ihr einkaufen gehen wollte, wunderten wir uns wie alt er doch sei und waren etwas erstaunt, als sie uns offenbarte, dass er 58 ist. Naja, Liebe kennt keine Grenzen.
Zu viert verbrachten wir also den Nachmittag in Hollywood, gingen etwas essen und landeten Abends bei einem Freund von Wynter im Arts District in Downtown. Nach einigen witzigen und kreativen Stunden bestellten wir ein Uber und machten uns auf den Heimweg. Da die Zeit schnell verging, mussten wir schon wieder unsere Koffer packen und am Sonntag morgen Richtung Venice aufbrechen.
Schon als wir in Santa Monica unterkamen brauchten wir mit dem Bus nicht wirklich lange bis zum Strand, aber in Venice wohnten wir nicht einmal einen Block vom Stand weg, was unser Vermieter in seiner Beschreibung mit ‘only 30 seconds to the beach’ sehr gut beschrieb. Mike ist beruflich international schon viel unterwegs gewesen, weshalb er genau weiß, dass Deutsche sehr gern ab und an mal ein Bierchen trinken. Und direkt als wir ankamen drückte er uns auch schon das ‘beste’ amerikanische Bier, was er hatte in die Hand, sozusagen als Begrüßungsgeschenk. Da wir uns wirklich von Anfang an gut mit ihm verstanden haben, lud er uns schon am ersten Tag ein, mit ihm auf das Motorboot eines Freundes zu kommen, was wir dann natürlich auch taten. Wir starteten vom Hafen in Marina del Rey und fuhren bis hinter den Santa Monica Pier, wo wir eine Weile auf den Wellen herumtrieben und auf einmal fünf Rückenflossen aus dem Wasser herausguckten. DELFINE!! Das war definitiv das Highlight dieses schönen Tages.
Ein guter Freund (Tom) von Thilos Mama lebt hier in Los Angeles und ihn mussten wir natürlich auch besuchen. Wir verabredeten uns also gemeinsam zum Malibu Beach, nördlich von Venice und Santa Monica, zu fahren und dort den Tag zu verbringen. Das erste ‘Problem’: Stau... Viel zu viel Stau! Das zweite ‘Problem’: Parkplätze... Es gibt einfach viel zu wenig günstige Parkplätze in LA. Bis wir dann also Startklar waren und losgehen konnten, waren ca zwei Stunden vergangen, aber es lohnte sich trotzdem. Zuerst gingen wir nämlich zu einem Aussichtspunkt, von dem man ziemlich weit auf den Pacific schauen konnten. Dort versuchten wir einen windstillen Platz zu finden (unmöglich), um ein kleines Picknick machen zu können. Anschließend fuhren wir dann weiter zum Zuma Beach, an dem wir den Abend ausklingen lassen konnten.
Am nächsten Tag wollten wir eigentlich mal etwas früher aus der Wohnung, um LA auf dem Fahrrad unsicher zu machen. Das mit dem frühen Verlassen der Wohnung hat natürlich nicht geklappt. Laura versuchte uns Bustickets für den Transfer nach San Francisco zu buchen. Da aber die Websseite des Busunternehmens immer wieder anzeigte, dass die Reservierung nicht durchging, was sie aber eigentlich jedesmal doch tat, hatten wir auf einmal sechs Plätze für zwei Personen. Nach gefühlten Stunden in der Warteschleife der Hotline und ellenlangen Diskussionen mit dem armen Kerl an der Leitung, machten wir uns dann Stunden später auf den Weg Fahrräder zu mieten. Wir radelten hoch bis nach Santa Monica, dann wieder runter über Venice nach Marina del Rey, bis hin zum berühmten californischen Fast Food Laden In n’ Out. Mit vollem Magen hieften wir uns wieder zurück auf die Räder und strampelten zurück zum Fahrradverleih. Abends trafen wir Tom erneut und fuhren mit ihm durch die Straßen von Beverly Hills und pausierten an dem leckersten Cookie-Laden, den es je gegeben hat, wo wir uns natürlich auch für die nächsten Tage eindeckten. #healthylifestyle
Was in Venice nicht fehlen darf ist ein fauler Strandtag! Mit Strandtüchern und Sonnenöl fanden wir uns Sekunden später am Strand ein und brutzelten vor uns hin. Ein kleiner Fehler war jedoch das Sonnenöl, welches uns die ein oder andere rote Stelle an unseren Körpern bescherrte. Aber egal, wird ja braun! Mit guter Farbe ging es abends dann auf das Santa Monica Ocean Twilight Concert, ein kostenloses Open-Air Concert,welches von Snapchat finanziert wird und jeden Donnerstag im Sommer stattfindet. Mit mindestens 10.000 Leuten machten wir es uns auf unsern Handtüchern gemütlich, lernten bei stimmungsvoller Musik neue Leute kennen und beobachteten wie die Sonne über dem Meer unter- und der Vollmond über dem Hinterland aufging. Erst spät abends kamen wir zurück und schliefen blitzschnell ein.
Am nächsten Tag schliefen wir aus, planten ein wenig unseren Trip nach Hawaii und trafen uns dann noch mit einer Freundin von Thilo aus Dortmund und ihren Eltern zum Abendessen. Schon komisch, dass man es so selten schafft sich Zuhause zu treffen, aber es am anderen Ende der Welt klappt.
Unseren letzten Tag verbrachten mittags mit Mike und seiner Schildkröte am Strand. Wir saßen einfach da, quatschen über alles mögliche und schauten dabei zu wie sich jedes kleine Kind, dass an Rambo (Schildkröte) vorbeiging, erschreckte. Aber wer kann es ihnen verübeln, wir hatten zuvor auch noch nie eine Schildkröte am Strand spazieren gehen sehen. Nach einem kurzen Spaziergang entlang der Venice Kanäle, nach denen der Stadtteil benannt ist (dt. Venedig), besuchten wir ein jährliches Straßenfest ein paar Blocks von uns am Strand. Dabei öffneten einige Leute aus der Nachbarschaft ihre Vorgärten, um in Begleitung einer sehr guten Live Band mit den unterschiedlichsten Menschen den Sommer zu genießen. Mit Mike verbrachten wir dort einen letzten schönen Nachmittag und verabschiedeten uns von Los Angeles, bevor wir am Abend wieder unsere Koffer packten, um weiter nach San Francisco zu düsen.
- Thilo& Laura