30. April Hexennacht / Walpurgisnacht
In Gedenken an alle die Aberglaube und anderen Ungerechtigkeiten zum Opfer gefallen sind.
Der Kampf um Gerechtigkeit, gegen falsche Propheten, die Freiheit verkünden und doch Unfreiheit bis hin zur vollständigen Unterwerfung anstreben, wird nie enden. Es ist ein ewiger, notwendiger Kampf, manchmal auch im Ringen mit sich selbst, um sich selbst - und wie die Zeiten auch sein mögen, dieser Kampf für Gerechtigkeit sollte immer über etwaigem Unrecht stehen, welches von herrschenden Institutionen und Gesetzen erzwungen wird. Freie Menschen erwarten, dass ihre Freiheit respektiert wird. Das sie von nichts und niemandem Übergriffe auf ihr Leben, ihren Körper oder ihre Freiheit fürchten müssen. Das sie nicht ausgestoßen werden für ihre Erscheinung, ihre Art, ihre Merkmale. Denn unser Körper gehört uns, er unterliegt allein unserem Willen. Niemand hat das Recht ihn anzutasten, ohne unseren ausdrücklichen Wunsch.
Freie Menschen sind unantastbar.
Von diesem Streben nach Freiheit, Gerechtigkeit, Weisheit, sowie von Empathie und Mitgefühl gegenüber allen Lebewesen sollten wir uns leiten lassen. Nicht von heilsversprechenden, pseudowissenschaftlichen Illusionen, die erdacht, agitiert und tausendfach im Laufe der Geschichte missbraucht wurden, systematisch, um Menschen einer vernichtenden, entmenschlichenden Ideologie, dem Willen der Herrschenden, Einzelner oder einem unumkehrbaren Schicksal zu unterwerfen. Der Tanz in den Mai wird auch begangen um diese "bösen Geister" zu vertreiben, als neues Jahr nach alter Zeitrechnung, um sich loszusagen von allem Schlechten in dieser Welt. Er dient als Neubeginn, wie es die Natur in jedem Frühling vorgibt.