Wir müssen jetzt aufpassen und dürfen uns nicht ablenken lassen. Wir müssen konzentriert sein.
Lukasz Piszczek auf der PK am 16.01.2015 zum anstehenden Abstiegskampf
(We have to watch out and can’t get distracted. We have to concentrate.)

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Wir müssen jetzt aufpassen und dürfen uns nicht ablenken lassen. Wir müssen konzentriert sein.
Lukasz Piszczek auf der PK am 16.01.2015 zum anstehenden Abstiegskampf
(We have to watch out and can’t get distracted. We have to concentrate.)
Der Trainer arbeitet genauso engagiert und konzentriert wie jedes Jahr hier im Trainingslager.
Lukasz Piszczek auf der PK 16.01.2015
(The coach works as concentrated and committed as every year here in the training camp)
Wir wissen alle, dass wir in einer schwierigen Situation sind. Wir müssen die Vergangenheit aber jetzt hinter uns lassen.
Lukasz Piszczek auf der PK 16.01.2015
(We all know that we are in a difficult situation, however we have to leave the past behind us now)
BVB: Das erste Auswärtsspiel in der Champions League ist in Anderlecht. Wer genau hinschaut, wird erkennen, dass das ein Gegner ist, den man nicht mal eben im Vorbeigehen weghaut. Die landläufige Meinung sieht aber genau das vor. Das ist schon eine Schwierigkeit, oder?
Piszczek: Ja, klar! Das ist das Gleiche wie letzte Saison gegen St. Petersburg. Wir hatten da 4:2 gewonnen, und alle haben erwartet, dass wir im Rückspiel Zuhause wieder drei, vier Tore schießen würden. Aber in der Champions League gibt es so etwas nicht. Anderlecht kommt zwar aus Topf vier, kann aber einen schnellen Fußball spielen. Allerdings: Wenn wir unseren Job erledigen, dann haben wir gute Chancen, die drei Punkte nach Dortmund zu holen.
BVB: Und nur elf Tage später willst Du vermutlich die drei Punkte in Warschau behalten. Polen - Deutschland, EM-Qualifikation: Das ist ein besonderes Spiel, oder?
Piszczek: Auf jeden Fall. Ich habe bislang nur 20 Minuten gegen Deutschland gespielt, damals bei der Europameisterschaft 2008 in Österreich. Da haben wir 0:2 verloren. Wir Polen haben noch nie gegen Deutschland gewonnen. Ich hoffe, dass es diesmal endlich klappt. Aber es wird schwer. Deutschland ist nicht umsonst Weltmeister.
BVB: Bei der Nationalmannschaft wirst du auch Robert Lewandowski wiedertreffen. Gibt es seit seinem Weggang noch Kontakt?
Piszczek: Wir haben erst wieder Kontakt gehabt, als die Bayern zum Supercup nach Dortmund gekommen sind. Und später dann bei der Nationalmannschaft. Das ist so im Profifußball. Das ist ganz normal.
BVB: Volle Konzentration ist auch in diesen Tagen geboten. Heute Stuttgart, Samstag Schalke, dann Anderlecht, danach wieder Bundesliga, EM-Qualifikation. Das geht so bis Weihnachten. Und es geht nicht um sehr viel weniger als die Basis für eine erfolgreiche Saison. Was ist diesmal drin?
Piszczek: Naja, es wird auf jeden Fall wieder intensiv. Ich freue mich darauf. Ich mag es, im Drei-Tage-Rhythmus zu spielen. In der Champions League wollen wir auf jeden Fall die Gruppenphase überstehen. Das wird nicht einfach, ist aber machbar. Wir haben in den letzten Jahren gezeigt, dass wir jede Gruppe überstehen können. Und in der Bundesliga möchten wir grundsätzlich jedes Spiel gewinnen.
BVB: Und dazu Berlin.
Piszczek: Ja, gerne. Das Pokalfinale wäre auch wieder gut. Es wäre für uns schon das dritte und für mich persönlich natürlich wieder ein Highlight. Ich hoffe, dass wir diesen Wettbewerb diesmal auch gewinnen können.
Unterschiedlich. Einige wollen in dieser Zeit keinen Kontakt zur Mannschaft. Denn dann kommt jeder an und fragt, wie es so ist. Tja, wie soll es dann so sein? Das hilft oft nicht. Und wenn man die Kollegen auf dem Platz sieht und selber nicht mitmachen kann, dann hilft das auch nicht. Viele kommen dann also erst zum Laufen, wenn die Mannschaft schon weg ist. Manchmal ist es besser, ein bisschen Abstand zu haben und konzentriert zu arbeiten.
Lukasz Piszczek auf die Frage, ob ein gesunder Spieler einem verletzten eigentlich helfen könne
Schwer zu sagen. Es sind alles Verletzungen, die man nicht verhindern kann; bei Marco zum Beispiel. Natürlich spielen wir sehr intensiv und das auf einem Topniveau und das über Jahre. Dabei bleibt kaum Zeit zur Regeneration. Und auch wir haben nur einen Körper. Der meldet sich dann halt irgendwann. Die Belastung bei uns ist schon hoch, der Körper kann ihr manchmal nicht standhalten. Das ist normal
Lukasz Piszczek auf die Frage: "Auch aktuell hat der BVB viele Verletzte. Was ist das: Pech? Schicksal? Belastung? Der Preis für den Erfolg? Normal?"
BVB: Die Zeit in der Reha, der Weg zurück auf den Platz ist immer hart. Was hat dir Kraft gegeben?
Piszczek: Bei mir war das eine besondere Situation: Für mich war klar, dass ich nach dem Champions-League-Finale 2013 lange ausfallen würde. Darauf hatte ich mich vorbereiten können. Deshalb war es vielleicht nicht so ein Schock wie bei einer Verletzung, die im Spiel plötzlich kommt. Mir war klar, dass ich Geduld brauchen würde. Und deshalb habe ich mir auch keinen Kopf gemacht. Ich musste mir keinen Termin für meine Rückkehr setzen, konnte Tag für Tag arbeiten. Das war gut, das war eine gute Einstellung. Wenn man sich selber noch Druck macht, dann hilft das nicht. Geholfen hat mir meine Familie, das ist klar.
BVB: Ist das, wenn man so will, das Positive an einer Verletzungspause - dass man einfach mal Zeit hat für Dinge, die sonst hinten rüber fallen?
Piszczek: Als Profi bist du wirklich viel unterwegs, deshalb ist das sicherlich ein positiver Aspekt. Ich habe die Zeit genutzt, um mal wieder etwas Schönes mit der Familie zu machen. Ich habe eine kleine Tochter zu Hause, mit der konnte ich endlich mal viel Zeit verbringen. Das war sehr schön - und hat geholfen