Orp-Jauche, Belgium. (December 2017)


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Orp-Jauche, Belgium. (December 2017)
DM for shirts.
Paul Plath: Der „Jauche-König“ von Geismar
In Geismar bei Göttingen wurde 1920 von Paul Plath und dem Stadtgutpächter Carl Geiger die Maschinenfabrik „Plath-Jauche-Gesellschaft m.b.H.“ gegründet. Gegenstand des 1922 ins Handelsregister eingetragenen Unternehmens war „die Fabrikation von Jauche-Drills für Pferde- und Handbetrieb und Jaucheverteilern nach den Patenten des Ingenieurs Plath, ferner die Projektierung und Ausführung von modernen Stallanlagen, Jaucheleitungen und Jauchegruben.“ Später kam die Herstellung anderer landwirtschaftlicher Maschinen hinzu. Die Fabrik beschäftigte zeitweise bis zu 40 Mitarbeiter. Mit Plaths „Gülle-Pflug“ konnte Jauche gesammelt und auf den Äckern verteilt werden.
Patentiert: Paul Plath entwickelte diesen „Gülle-Pflug“ (Foto: Christoph Mischke)
Das Stammkapital der Gesellschaft betrug im September 1923, also kurz vor dem Höhepunkt der damaligen Hyperinflation 500 Millionen Mark. Per September 1922 wies die Bilanz einen Reingewinn von 585.000 Papiermark aus, dies entsprach am 31. September 1922 einem Wert von rund 1.489 Goldmark bzw. 354 US-Dollar.
Die Genussscheine der Gesellschaft, von denen ich ein Stück unten abbilde, wurden am 15. September 1923 ausgegeben; sie garantierten dem Inhaber einen Anteil von 25% des jährlichen bilanziellen Reingewinnes.
Paul Plath hatte in einer Zeit, als der Kunstdünger noch nicht erfunden war, den Wert der Jauche als Düngemittel wohl erkannt. Die von ihm entwickelten und patentierten Geräte und Maschinen halfen die Gülle zu sammeln und auf den Äckern zu verteilen. Schläuche waren an den Pflugscharen integriert, so dass die Jaucheflüssigkeit gleichmäßig in den Boden eingearbeitet wurde, anstatt sie nur auf der Oberfläche zu verteilen.
In Goldmark sollte die Ausschüttung an die Inhaber der Genussscheine 1923 im Jahr der Hyperinflation erfolgen. Da erhielt der Spruch „aus Scheiße Gold machen“ einen ganz neuen Sinn! Das weitere Schicksal der Gesellschaft ist mir leider nicht bekannt.
“Jauche-Genussschein” Nummer 8018 vom 15. September 1923
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Hans-Georg Glasemann
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Wenn‘s stinkt ist es in #franken #odl = #jauche 😆 #Gülle #odel — nach #gagalus jetzt der zweite #fränkische #begriff https://www.instagram.com/p/CDVxJNYq7ud/?igshid=19qeem51s9iz5
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