Indische Marine versenkt Piraten Mutterschiff
Die indische Marine hat am Samstag im Indischen Ozean ein Piraten Mutterschiff mit mindestens 74 Personen an Bord versenkt.
13 Besatzungsmitglieder wurden nach Angaben der indischen Marine gerettet. 61 mutmaßliche Piraten festgenommen. Bei dem Mutterschiff handelt es sich um den Fischkutter Vega 5 aus Mosambik, der am 28. Dezember 2010 gekidnappt worden war. Von ihm aus starteten Piraten in den vergangenen Wochen zahlreiche Angriffe auf Handelsschiffe.
Am Freitag attackierten die Piraten von der Vega 5 aus den Frachter MV Vancouver Bridge. Die indische Marine schickte ein Dornier Aufklärungsflugzeug an den Tatort. Es vertrieb die Piraten und leitete zwei indische Kriegsschiffe zum Tatort: das neue Schnellboot INS Kalpeni (Foto) und die Korvette INS Khukri.
Samstag Nacht erreichte die schnell Kalpeni die Vega 5 etwa 600 sm vor der indischen Küste. Die Piraten attackierten das Kriegsschiff mit mehreren Skiffs. Die Kalpeni schoss darauf die in Fässern gebunkerten Treibstoffvorräte der Vega 5 in Brand. Zahlreiche Menschen sprangen über Bord und wurden von den indischen Solfaten gerettet.
Nach Befragungen ergab sich, dass 13 der Geretteten zur ursprünglichen Besatzung des Kutters gehört hatten und 61 gelten als Piraten. Sie wurden festgenommen (Foto) und nach Indien gebracht.
Kommentar: Überraschend ist die hohe Zahl von Piraten an Bord der Vega 5. Offenkundig befindet sich zur Zeit eine Piratenstreitmacht von mehreren hundert Mann im Indischen Ozean. Das war bisher nicht bekannt.
Beunruhigend ist dagegen, dass nur 13 Besatzungsmitglieder der Vega 5 gerettet werden konnten. Nach Angaben der europäischen Anti Piraten Mission EuNavFor befanden sich 24 Fischer an Bord des 140-Tonnen-Bootes.