Es gibt einen großen Unterschied zwischen Kellnern. Nämlich den der Anstellung. Ich war lange Zeit ein Kellner einer Zeitarbeitsfirma und wurde dort hingeschickt, wo ich gebraucht wurde. Das heißt nicht nur ständig neue Arbeitsorte, sondern auch ständige Ungewissheit, wie denn der Arbeitgeber in dieser Lokalität wohl sein wird. Anders ist es, wenn man fest angestellt ist in einem Restaurant. Dort weiß man, was auf einem zukommt. Dennoch kann es schnell langweilig werden, da man ja immer nur das gleiche macht und sieht, eben Routine. Doch ich habe mich immer gefragt, was wohl besser ist.
Als Zeitarbeitskellner hat man die Freiheit sich zu entscheiden, wo man hin will. Zwar nicht immer, aber die Möglichkeit besteht, je nachdem, welche Aufträge gerade angeboten werden. Vor allem für Studenten ist es unglaublich passend, da sie sich die Zeiten aussuchen können, die ihrem Studium nicht in die Quere kommen. Nicht umsonst ist Kellnern einer der beliebtesten Jobs im Studium. Dennoch hatte ich immer einen Nachteil gegenüber einem Restaurantkellner, nämlich das liebe Trinkgeld. In einem Restaurant bekommt man so gut wie bei jedem Gast ein paar Cent mehr. Bei Zeitarbeitsfirmen ist es so, dass man auf Pauschale gebucht wird und dann auch für Veranstaltungen, wo die Gäste kein Geld benötigen für Getränke und Speisen.
Ich finde das schon etwas ärgerlich. Eine Freundin von mir Arbeitet zum Beispiel im Restaurant des Wasserturms in Hannover (http://event-turm.de/business.html). Dort erzählt sie mir häufig, wie viel mehr sie zu ihrem eigentlichen Lohn dazu bekommt, weil die Gäste sehr zu frieden sind und das natürlich dem entsprechend belohnen. Ein bisschen neidisch war ich schon immer, aber meine Zeit als Kellner neigt sich ja langsam dem Ende, sodass ich getrost in den „Ruhestand“ gehen kann.