Gestern im Kula. Henrik Freischlader mit Lem Motlow aus München als Support. Ein erwartungsgemäß musikalisch starker Abend. Was ich nicht erwartet hatte, war die Vorband. Lem Motlow hat mich von Anfang an mitgerissen mit ihrem knalligen Hardrock, der mich stark an den erdigen Rock der 70er erinnert hat, und vom Groove her an die Präzision von AC/DC. Das war die Überraschung des Abends, die mir das Warten auf Henrik Freischlader mehr als versüßt hat. Hier ein Video der 5 Jungs.
15 Minuten nach Lem Moltow kam er dann auf die Bühne, der deutsche Ausnahme Blueser. Der gut gefüllte Kulturladen empfing Henrik Freischlader euphorisch, und der legte auch gleich gut gelaunt mit einem Song seines neuen Albums los, gespielt auf einer Laubsägearbeit von Gibson ;-)
Also ich hätte nach der Performance von Lem M. einen anderen Song als Opener gewählt, wie z.B. "Disappointed Woman", um dort weiter zu machen wo die Münchner aufgehört haben. Der Kontrast war nämlich nicht gering, auch weil der Sound beim ersten Song am Mischpult noch in Arbeit war. Aber gut. Der Meister hat das im Prinzip nicht nötig, Das Publikum ist wegen ihm gekommen, und hat das auch sofort deutlich gemacht. Zwei Nummern später kam dann "Disappointed Woman" und damit war auch ich wieder voll dabei. Das Solo war dieses Mal mehr als erste Sahne. So lieb ich den Bluesrock, und so hör ich ihn am liebsten den Herrn Freischlader.
Zu den Songs seines neuen Albums hab ich momentan noch nicht so richtig den Draht. Ich bin halt doch eher der Rockblueser. Nichtsdestotrotz war es wieder ein Genuß seinen Soli zu lauschen, die aufgrund des unendlichen Fundus an Licks nie langweilg werden, auch wenn er immer wieder mal über den Timeout hinaus rockt. Ich sach nur Voodoo.
Summasumarum ein sehr schöner Abend mit viel excellenter Mucke. Auch meine Gehörpause am Merchandising Stand war sehr angenehm. Bis zur nächsten Tour.