Vom Londoner zum Hallenser
Es scheint nun so als könnte das Studium losgehen. Der Umzug ist immerhin geschafft. Mit meiner Raumaufteilung bin ich auch vollends zufrieden und nun lasse ich mich erschöpft auf mein Bett fallen. Das Abenteuer WG kann beginnen. Ich kann nach den paar Stunden, die ich jetzt in Halle lebe sagen, dass ich eine echt krasse WG abbekommen habe. Ich wohne nun in einem rustikalen Altbau Halles, der wohl seit der Wende schon keinen neuen Anstrich mehr bekommen hat. Und das ist nicht alles! Ich habe eine Multi-Kulti WG gefunden. Zu meinen Mitbewohnern zählen Sabine, meine Vermieterin, di, wie ich sie schätze, ca. Mitte 60 sein sollte, Ayman, ein Syrer, der seit 3 Jahren in Deutschland lebt und hier Medizin studiert, raucht wie eine Lokomotive (so nach dem Motto “eine aus, die nächste an”) und ein echt klasse Kerl ist, Rudi (ihren vollen Namen kann ich einfach nicht aussprechen), Aymans Schwester und Dauergast in unserer WG und Giu (entweder heißt sie Guilia , oder Guilie, oder zumindest so ähnlich… Ja Namen sind nicht so mein Ding) eine brasilianische Austauschstudentin, die die nächsten 3 Monate hier leben wird und bisher noch kein Wort Deutsch spricht. Spannend oder? Und wisst ihr was? Bald kommt noch ein neuer Bewohner dazu. Name, Nationalität und Alter sind mir noch nicht bekannt. Dann ist hier richtig leben in der Bude. Und Elli mittendrin. Aber ja, so schön der erste Abend auch wahr, desto mehr wird mir bewusst, dass ich mich mit dem Thema Studium noch nicht ausgiebig genug beschäftigt habe. Ich habe immer noch keinen Stundenplan erstellt und morgen fängt schon die Erstiswoche an… Ich hoffe inständig, dass sich jemand erbarmt und mir dabei hilft. Aber trotz alle dem bin ich erstaunlicher Weise Tiefen entspannt.

















