da fühlt man sich halt so richtig wohl :)
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da fühlt man sich halt so richtig wohl :)
Thomas de Maizière hat einen Zehn-Punkte-Katalog für eine "deutsche Leitkultur" vorgestellt. "Wir sind nicht Burka", titelte die Bild am Sonntag gewohnt plakativ. Die Arbeit hätte er sich auch sparen können. Denn was de Maizière nicht weiß: eine schriftliche Erfassung der "deutschen Leitkultur" gibt es bereits seit 1949. Sie nennt sich "Grundgesetz." Thomas de Maizière ist nicht Burka. Ich bin nicht Burka. Aber einige (sehr wenige) Menschen in Deutschland sind nun mal Burka. Thomas de Maizière trägt manchmal furchtbar hässliche Krawatten. Ich toleriere das, weil mich seine Kleidungswahl nichts angeht. Genauso wenig wie es einen Thomas de Maizière etwas angeht, wenn eine Frau eine Burka trägt (solange sie nicht dazu gezwungen wird). Eine Frau zu zwingen, eine Burka zu tragen, ist genauso schlimm wie eine Frau zu zwingen, keine Burka zu tragen. Mit seiner Äußerung begibt sich de Maizière auf das Niveau islamistischer Staaten und tritt damit das mit Füßen, was er so gerne verteidigen will: das Grundgesetz - die deutsche Leitkultur.
Zitat eines Freundes
Am Vatertag kann die deutsche Leitkultur in ihrer vollen Präsenz ausgelebt werden. So macht man das hier.
Thomas de Maizière, rechtsdrehender Leitkulturhammel der CDU
Aus gegebenem Anlass wünsche ich Markus Söder alles Gute zum Geburtstag und spreche ihm ausdrücklich mein vollstes Vertrauen aus.
European debates on Muslim integration often center on cultural friction
I have lived between Karachi and Munich, and this allows me to observe these debates from two distinct vantage points. When European politicians or media figures discuss “integration,” they are rarely talking about economic participation alone. Instead, they are often referring to a perceived gap between traditional Islamic values and secular Western liberal norms.The debate usually boils down to…
..Plötzlich Staatsfeind" - Der I Trailer zum Spielfilm - Regie Imad Kari...
Die deutsche Leitkultur
Wenngleich es inzwischen sicher fast alle wissen, sei im Hinblick auf die Überschrift eigens noch mal dran erinnert, dass der ehemalige BlackRock-CEO einer derjenigen war, der gegen den Antrag stimmte, Vergewaltigung in der Ehe unter Strafe zu stellen.
Ein wenig nachträgliche Besinnung (Teil 1): Der Weihnachtsbaum / Christbaum
Nicht einmal über den Namen sind wir multikulturellen Deutschen uns so ganz einig: Weihnachtsbaum oder Christbaum. Wieso aber stellen wir überhaupt geschmückte Nadelbäume in unsere Wohnzimmer, auf Balkone, Terrassen oder schmücken einen in unserem Garten oder Vorgarten zu Weihnachten? Ich bin reichlich sicher, dass die wenigsten das beantworten können, es gehört halt einfach irgendwie dazu zur Weihnachtszeit. Während die einen den Weihnachtsbaum schon zum Beginn der Adventszeit aufstellen, war es bei uns (norddeutsche Familie) Brauch, den Baum erst am 24. Dezember morgens aufzustellen und zu schmücken. Zur Geschenkezeit nach dem Kaffee (oder Ostfriesentee bei uns), wurden die Kinder kurz ins Kinderzimmer geschickt, während Großvatern laut polternd die Geschenke aus dem Kellerversteck hochholte und unter dem geschmückten Baum drapierte. Der Weihnachtsmann schlich sich dann wieder von dannen und der Großvater erwartet uns mit breitem wohligen Lächeln und ohne Rauschebart in der guten Stuben zur Bescherung. Nach dem erwartungsfrohem Auspacken der Geschenke gab es dann traditionell Abendbrot mit Kartoffelsalat und Würstchen und/oder Schwarzbrot und Heringssalat.
Aber zurück zum Weihnachtsbaum. Wie entstand diese Tradition und wofür soll der Baum eigentlich stehen? Deutsche Leitkultur? Diese Idee könnte so manche europäische Nachbarn verschnupfen, für die der geschmückte Baum ja auch irgendwie zu ihren weihnachtlichen Gefühlen mittlerweile dazu gehört. Andererseits könnten manche katholischen deutschen Familien sich da sogar weniger wiederfinden, wenn ihnen die Krippe wichtiger ist als ein irgendwie geschmücktes Nadelbäumchen. Ist es eine Variante des Paradiesbaums oder doch eher kultureller Aneignung von heidnischen Bräuchen als Symbol für ewiges Leben? Haben Deutsche Auswanderer den Brauch in alle Welt importiert oder wurde die alte Popkultur (aka Tradition) einfach von anderen übernommen, weil es so hübsch wirkte? Wahrscheinlich ist, dass sich bis heute verschiedene Ursprünge und Traditionen zusammengefunden haben und den Weihnachtsbaum zu der weihnachtlichen Pop-Ikone machten, die er derzeit ist.
Auf dem Petersplatz in Rom wurde übrigens erstmalig 1982 ein Weihnachtsbaum aufgestellt. Ich kann mich aber ehrlicherweise nicht an die Zeit davor erinnern, dabei gehörte die Weihnachtsbotschaft und der Segen “Urbi et Orbi” am späten Weihnachtsmorgen lange zu unserem familiären TV-Programm - meine Großmutter, obwohl protestantisch, bestand darauf.
Wenn ich von multikulturellen Deutschen rede, spreche ich übrigens nicht davon, dass wir seit Jahrzehnten Menschen aus aller Welt zu uns zum Arbeiten holen und mehr schlecht als recht integrieren, sondern Deutschland selbst ist schon im Ursprung ein Gebilde aus unterschiedlichen regionalen Kulturen und Identitäten. Nur wer geschichtsvergessen ist und keinen Respekt für die Vielfalt der Traditionen und Kulturen der deutschen Lande hat, kann ein Problem mit der Idee eines vielfältigen, multikulturellen und sich stetig verändernden und offenen Deutschlands haben. Den Weihnachtsbaum zu einer “Leitkultur” zu verklären ist für mich Ausdruck einer dieser Vielfalt gegenüber respektlosen, kleinbürgerlich verengten Idee von Monokultur.
Aber egal ob unter dem Weihnachtsbaum, dem Christbaum oder keinem von beidem, in gemütlicher Familienrunde oder kuschelig auf der Couch, Hauptsache es sind friedfertige Tage, zumindest dort wo wir sie noch haben können. Anderen kann ich nur wünschen, dass sie trotz allem wenigstens einen friedlichen Moment der Ruhe finden können.