Freddy unser Haus- und Hofhund ;)
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Freddy unser Haus- und Hofhund ;)
Wieder zurück in Jimbaran
Haben von Canggu aus ein Yogaappartement gebucht, in der Hoffnung endlich zu unseren Yogameditationsstunden zu kommen. Wie so oft wurden wir durch Bilder im Internet getäuscht. Dort angekommen müssen wir feststellen, dass es sich bei dem Yoga Appartement um ein Appartement mit einem Yogaraum handelt, der aber nicht geöffnet ist.
Am Abend versuchen wir ein bisschen unglücklich ins WLAN einzusteigen. Leider ist das Internet wahrlich (bitte entschuldigt diesen Ausdruck) „zum Scheissen“. Man stelle sich vor: Yvonne und Leni, abgeschnitten von der europäischen Zivilisation - also von Wien und Mondsee, kommen nach einem anstrengenden Unterkunftssuchtag nach Hause und wollen mit ihren Liebsten skypen. Und dann geht dieses verdammte Internet nicht. Haben also die bereits schlafende „Housekeeperin“ herausgeklingelt. Die Gute hat uns mit einer „Als-hätte-sie-mit-einem-Krokodil-gekuschelt“-Frisur erklärt, dass sie daran jetzt auch nichts ändern könne und ist wieder schlafen gegangen.
Der nachfolgende Versuch zu schlafen hat sich leider ebenfalls als schwierig erwiesen, da irgendein Piepston aus einem Zählerkasten die Nachtruhe gestört hat – die ganze Nacht.
Das Zimmer selbst ist recht passabel, bis auf die Tatsache, dass unsere „Fenster“ (zwei Löcher mit Fliegengitter) zu einer balinesischen Siedlung hinausgehen. Auf dieser Seite befindet sich ein Tischler oder Schreiner, der gerne um sieben Uhr seine Möbel entwirft. Man kann sich das von der Lautstärke her so vorstellen, als würde er dies neben meinem Kopfpolster ausüben. Zur musikalischen Begleitung kann man einen Newcomer Goa/Trance DJ erwähnen, der anscheinend auch da drüben wohnt.
Wenn die beiden sich ruhig verhalten, hört man manchmal ohrenbetäubendes Kreischen. Bei diesem Ton schnelle ich durchs Zimmer mit zugehaltenen Ohren, weil ich dieses Geräusch nicht ertragen kann. Es handelt sich hierbei um die potenzielle Hauptnahrungsquelle dieser Siedlung – gegrillter Hund mit balinesischem Gemüse. Es werden also täglich unter unserem Fenster Hunde geschlachtet. Hoffentlich nie mein Freund Freddy – unser Haus- und Hofhund - der mich jeden Morgen freudig begrüßt.
Zum Glück gibt es wenigstens einen Wasserspender. Wir füllen ein paar Tage lang unsere Wasserflaschen bei diesem Spender voll, bis wir eines Tages daran riechen. Dieses Wasser stinkt nach faulen Eiern, wir bemerken daraufhin, dass das Wasser aus der normalen Wasserleitung genauso riecht. Bis heute hoffen wir, dass es sich hierbei um reinen Zufall handelt. (Zur Information: Es ist strikt davon abzuraten, in Indonesien aus einer normalen Wasserleitung zu trinken. Bestenfalls holt man sich Lebensmittelvergiftungen mit unkontrollierbarem Rückwärtsessen sowie Flüssigverdauen, schlimmstenfalls - zumindest ist dieser Gedanke für mich unerträglich – holt man sich Würmer.)
Die Sehnsucht nach einem Butterbrot mit Käse, Tomaten und Salz steigt ins Unermessliche.
Canggu
Heute ist ein guter Tag, denn Tag eins des gegenseitigen Abziehens hat begonnen. Nachdem wir nun etliche Male bei allen möglichen Balinesen zu viel bezahlen mussten (speziell bei Taxifahrern), passiert uns das jetzt nicht mehr so leicht. Wir sitzen in einem Taxi Richtung Canggu und navigieren den Fahrer durch das Land. Er scheint ein bisschen verzweifelt zu sein und man kennt ihm die Reue, uns einsteigen lassen zu haben, schon an. Er wurde so lange bearbeitet, bis er uns für verhältnismäßig wenig Geld nach Canggu bringt. Aber um ehrlich zu sein, sind wird nicht so ganz nach Canggu unterwegs. Sondern unser angestrebtes Ziel liegt etwas mehr im Landesinneren. (Leider sieht man mein bösartiges Grinsen gerade nicht)
Willkommen im Dschungel! Wahnsinn, wir sind östlich von Canggu irgendwo im Nirgendwo abseits der Tourismusplattformen. Man erkennt das daran, dass die Einheimischen freundlich winken, ohne etwas verkaufen zu wollen. Sie freuen sich ehrlich über unsere Anwesenheit. Die Natur ist abgesehen von etlichen Reisfeldern unberührt und grün.
Bei der Ankunft in unserem nächsten Appartement blieb uns anfangs die Spucke weg. Wir dachten zuvor, unsere Unterkünfte waren luxuriös. Diese Villa hat uns vom Gegenteil überzeugt. Wir befinden uns wahrlich im Luxusschlaraffenland. Und das, obwohl wir den Luxus überhaupt nicht genießen können, da der eigentliche Grund unseres derzeitigen Von-Ort-zu-Ort-Springens ein anderer ist. Yvonne und ich suchen die perfekte Umgebung, um uns längerfristig niederlassen zu können. Bedauerlicherweise müssen wir feststellen, dass Canggu schlicht und weg zu weit entfernt ist, um sich hier einnisten zu dürfen. Traumhaft aber unpraktisch.
Lisa, Sophie, Yvonne und ich stapfen durch die Reisfelder und genießen die Luft. Manchmal werden wir von gackernden Hühnern beobachtet. Manchmal von etwas älteren, buckeligen Männern, die ihre Reisfelder in Schuss halten. So eine Stille wie hier habe ich selten erlebt.
Einer zahnloser alter Herr - ich kann leider nicht schätzen, wie alt er wirklich ist, denn die Reisbauern sehen alle ungelogen aus wie Mitte neunzig, sind zu meinem Bedauern meistens aber erst Anfang fünfzig - bäumt sich mit seinem gekrümmten Gänsebrüstchen mit dem Reismesser in der Hand vor uns auf und winkt. Wir sind uns nicht ganz sicher, ob es einen Flirtversuch darstellen sollte oder er das neue Fotomodell unserer Bilder sein möchte. Der werte Herr läuft uns ein paar Meter hinterher, lässt es aber dann auch wieder sein.
Maxime, ein Franzose, der ebenfalls in unserer derzeitigen Villa beherbergt wird, hat uns mit einem balinesischen Restaurant bekannt gemacht, das wahrlich an Geschmacksorgasmus grenzt. Ich würde am liebsten eine Badewanne damit füllen und in diesem Nasi Goreng mit gegrilltem balinesischem Gemüse baden.
leider hat es Probleme beim Fotos hochladen gegeben. also zweiter Versuch:
1 - ein bisschen Kitsch muss sein. :)
2 - ich schwöre, auch wenn es so aussieht, das Strandfoto ist nicht gestellt! meine erste Begegnung mit dem Meer in Bali war sehr cool.
1 - der besagte Hotelpool
2 - Katerfrühstück
3 - Strandfoto
4 - eines der Lokale in Seminyak sieht so aus. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass es Spaß macht auf einer Tribüne zu trinken.
5 - der abendliche Verkehr
6 - ein bisschen Kitsch muss sein :)