2014
Das sprechende Wimmelbuch
Meine Nichte, dreieinhalb Jahre alt, spielt mit einem Bilderbuch. Es ist mittelformatig und aus dicker Pappe und enthält etliche Seiten voll großer Wimmelbuch-Bilder. In der Hand hat meine Nichte einen großen, dicken, bunten Plastikstift, der zum Buch gehört. Mit dem Stift kann man scheinbar beliebige, aber tatsächlich wohl nur bestimmte Stellen in den Wimmelbildern berühren. Der Stift enthält außerdem einen Lautsprecher. Jede Bilderbuch-Doppelseite enthält Aufgaben, die man auswählen kann: Aus dem Lautsprecher des Stifts tönt eine kurze Beschreibung und man muss die genannte Person oder das genannte Ereignis innerhalb einer kurzen Zeitspanne finden und mit dem Stift berühren. Klickt man richtig, kommt ein akustisches Lob, klickt man falsch, ein Brummton und eine akustische „Tut mir leid“-Nachricht. Statt Beschreibungen der Personen kann die Aufgabe auch lauten: „Wer sagt was?“, und der Stift spielt einem jeweils eine Äußerung vor. Daraus muss der Leser einen Kontext erschließen, und im Buchbild muss man dann nach dieser Szene suchen und sie mit dem Stift antippen. Man kann sich außerdem manchmal ein Lied vorsingen lassen, oder sich mit Antippen eine Person auswählen und erhält dann zum Beispiel die der Person zugeordnete Äußerung.
Der Hersteller nennt das ein Buch mit einem audiodigitalen Lernsystem und empfiehlt es für Kinder von 4-6 Jahren.
(Thomas Rau)












