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Kaymer gegen die Golf-Youngsters: Masters lockt mit Prestige und Millionen
Die Golf-Fans spielen verrückt: heute startet mit dem 80. US Masters im Augusta National Golf Club, das erste von vier Major-Turnieren des Golfjahres. Jedes Jahr elektrisiert das exklusive Event in Georgia die Golf-Welt aufs Neue.
Um an die wenigen, sündhaft teuren Tickets zu kommen, gehört schon ein Portion Glück dazu. Auch unter Journalisten wird die Akkreditierung quasi nur vererbt. Wer aus Augusta vor Ort Golf schaut oder davon berichtet, ist wahrlich eine privilegierte Person im Golf-Kosmos. Was ist los? Heute startet mit dem 80. US Masters im Augusta National Golf Club, das erste von vier Major-Turnieren. Das mit zehn Millionen Dollar dotierte Turnier fasziniert Fans und Spieler gleichermaßen. Alles Wissenswerte zum ersten Major des Jahres:
Was ist besonders an Augusta?
Neben dem üppigen Preisgeld von zehn Millionen Dollar erhält der Sieger seit 1949 ein grünes Jackett, das er mit Hilfe seines Vorgängers anziehen darf. Fast kein anderes Golf-Turnier hat so einen Wiedererkennungswert wie das Masters. Als weitere Trophäen erhält der beste Spieler eine Goldmedaille und eine Replika des Clubhauses in Silber. Der exklusive Kurs des Augusta National Golf Clubs ist bekannt für seine Magnolienbäume und seinen engen Kurs. So haben auch taktisch clevere Spieler, die den „Draw“ beherrschen durchaus Siegchancen. Der wohl häufig gehörte Spruch: Auf die Länge kommt es nicht an, gilt in Augusta tatsächlich.
Welche deutschen Starter sind dabei?
Golflegende Bernhard Langer, der das Turnier 1985 und 1993 gewann, ist natürlich dabei. Die Sieger des Masters genießen ein Leben langes Spielrecht. Ebenfalls qualifiziert über die Gewinne von Majors ist Martin Kaymer aus Mettmann. Der 30-Jährige gewann 2010 die PGA Championchip und 2014 die US Open. Mittlerweile ist der ehemalige Weltranglistenerste allerdings in der auf Rang 50 jener abgerutscht.
In Deutschland ist das US Masters nur über den Bezahlsender Sky zu sehen. Einzelne Löcher sind auch auf der turniereigenen Seite masters.com zu verfolgen. Bernhard Langer startet heute um 18.55 Uhr deutscher Zeit mit Hunter Mahan und dem Amateur Romain Langasque auf die Runde. Martin Kaymer folgt um 20 Uhr mit Bill Haas und Rory McIlroy.
Es hat etwas von der unendlichen Geschichte: Kommt der Superstar – die Lichtgestalt des Sports noch einmal zurück? Greift er gar nach dem Rekord von 18 gewonnen Majors von Jack Nicklaus? Woods steht bei 14. Man darf aber mehr als skeptisch sein. Woods ist zwar dabei, aber nur beim Champions Dinner am Abend vor dem ersten Abschlag. Wegen anhaltenden Rückenproblemen sei ein Start „die falsche Entscheidung“, sagte der 14-malige Major-Sieger im Vorfeld. Ein Comeback ist weiterhin ungewiss.
Wer könnte in das grüne Jackett schlüpfen?
Die Wettanbieter laufen heiß, doch einen Favoriten in Augusta zu benennen ist erfahrungsgemäß immer schwer. Nach der Ära Tiger Woods hat sich der junge Amerikaner Jordan Spieth, der gleichzeitig auch Titelverteidiger ist, im vergangenen Jahr positioniert. Doch auch den neuen Weltranglistenersten Jason Day (Australien) muss man auf dem Zettel haben. Genau wie Rory McIlroy (Nordirland), der mit einem Sieg dann alle vier Majors einmal gewonnen hatte. Außerdem sollte man den Linkshänder Bubba Watson (USA) rechnen, der in Augusta schon zweimal (2012, 2014) triumphierte. Auch der ehemalige Sieger von 2013 Adam Scott aus Australien befindet sich in guter Frühform. Daneben bleibt immer noch Raum und Fantasie für den einen oder anderen Außenseiter. Die beiden deutschen Starter schlagen derweil ohne die größten Ambitionen an der Magnolia Lane ab. Bernhard Langer benötigt bei seinem 33. Start vier starke konstante Runde. Ein Top-Ten-Ergebnis wie 2014 mit dem achten Platz wäre wieder eine sensationelle Abrundung dieser einmaligen Karriere. Zuletzt auf der Champions Tour präsentierte sich der 58-Jährige in bestechender Form. Sein großer Vorteil: Niemand kennt den Kurs so gut wie Mr. Consistency. Etwas anders sieht es bei Martin Kaymer und Augusta aus: das war bisher nicht die Liebe auf den ersten Blick. Bei seinen neun Starts kam Kaymer nicht über einen 31. Rang hinaus. Vielleicht ja diesmal. Sein Credo: „Einfach eine gute Rolle spielen“.
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