Meine Mutter erinnerte sich an das traurige Lebensende von Herrn Vinteuil, erst ganz bestimmt von den Mühen einer Mutter und Kinderfrau, die er ihr schenkte, dann von den Qualen, die diese ihm verursacht hatte; sie sah erneut das gemarterte Gesicht, das der Greis in der letzten Zeit getragen hatte; sie wusste, dass er darauf verzichtet hatte, je die Transkription der Werke seiner letzten Jahre abzuschliessen, armselige Stücke eines alten Klavierlehrers und ehemaligen Dorforganisten, von denen wir uns gut vorstellen konnten, dass sie in sich selbst kaum einen Wert hatten, die wir aber nicht verachteten, weil sie für ihn einen so grossen besassen, für den sie seinen Lebensgrund gewesen waren, bevor er sie seiner Tochter opferte, und die in der Mehrzahl kaum niedergeschrieben waren, aufbewahrt in seinem Gedächtnis, einige auf fliegende Blätter gekritzelt, unleserlich, und unbekannt bleiben würden; meine Mutter dachte auch an diesen anderen, noch grausameren Verzicht, zu dem Herr Vinteuil gezwungen worden war, den Verzicht auf eine Zukunft ehrlichen und anständigen Glücks für seine Tochter; wenn sie sich diese höchste Not des ehemaligen Klavierlehrers meiner Tanten vergegenwärtigte, empfand sie einen wirklichen Kummer und besann sich mit Schrecken auf jenen anders bitteren Kummer, den Fräulein Venteuil empfinden musste, dem der Gewissensbiss beigemischt war, ihren Vater nahezu getötet zu haben.