Matildas ungewöhnliche Entscheidung
Wie lange hast Du heute Morgen vor Deinem Kleiderschrank gestanden um Deine Outfit für die Arbeit und den heutigen Tag auszusuchen? 2 Minuten, 4 Minuten oder länger? Matilda Kahl Art-Director in der renommierten Werbeagentur Saatchi & Saatchi in New York hatte genau davon die Nase voll und entschied sich vor 3 Jahren für eine sehr ungewöhnliche Lösung. In ihrem Job musste sie täglich aufs Neue kreativ sein und zahlreiche Entscheidungen treffen. Sie hatte somit nicht mehr das Bedürfnis Ihre Kreativität über ihre Kleidung auszudrücken oder zu überlegen welches Outfit für den Tag angemessen war. Auch fand sie es ungerecht, dass Ihre männlichen Kollegen sich nie so viele Gedanken und Stress wegen über ihre Kleidung machten.
Nach einer Sitzung vor etwa drei Jahren beschloss sie sich von dem unausgesprochenen Kleidungsdruck zu befreien und ging auf die Suche. Wenige Tage später verliebte sie sich in eine leichte weiße Seidenbluse mit kurzen Ärmeln und als apartem Blickfang einer schräg verlaufenden Knopfleiste. Dies kombinierte sie mit einer schlichten schwarzen Stoffhose. Eine zierliche schwarze Lederschleife rundete ihren neuen Look ab. Seit diesem Zeitpunkt sieht man sie während der Arbeit nur noch in diesem Look, den sie selbst so beschreibt „It felt personal but wasn’t too attention-drawing”. Nach Feierabend und am Wochenende legt die gebürtige Stockholmerin ihre Arbeits-„Uniform“ selbstverständlich ab und trägt sehr gerne bunte Röcke, hübsche Kleider und schätzt kräftige Muster. Normale Arbeitstage beginnen für Matilda Kahl seit dem sehr viel stressfreier. Heute steht sie vor ihrem Kleiderschank muss sich nur entscheiden welche der 15 weißen Blusen und 6 schwarzen Hosen sie tragen möchte, denn diese Kleidungsstücke hat sie gleich mehrfach gekauft. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen es Matilda nachzumachen, dazu liebe ich Kleidung und Mode zu sehr. Ihre Strategie finde ich mutig, pragmatisch und bewundernswert, denn sie hat auf diese Weise einen absoluten Wiedererkennungswert für sich geschaffen. Bei den Kollegen kam der Matilda-Stil super an, kürzlich brachte selbst das Modemagazin Harpars Bazar eine Story über sie. Gestern nun ein weiterer Höhepunkt ihr zu Ehren, als Ihre Werbeagentur zum „Dress like Matilda-day“ aufrief. Zum Glück gibt es andere Wege den Stress vor dem Kleiderschrank zu reduzieren. Ein paar davon verrate ich Euch gerne am 9. Mai beim Ladies Day in Reutlingen an meinem Stand an der Nikolaikirche. Wenn Ihr Lust habt, schaut vorbei.












