25.10.2023 (Ayutthaya Baan Mee Suk Hostel)
Ich bin heute ziemlich früh aufgestanden, um 09:00 Uhr, da ich noch einige bürokratische Angelegenheiten erledigen musste. Diese habe ich dann auch erledigt. Ich begab mich in die Hotellobby, wo der freundliche Hotelbesitzer mir ein Dokument ausdruckte, das ich an die NBTC senden musste. Weitere erforderliche Dokumente wie Reisepass, Einreisestempel und zahlreiche Fotos meiner Drohne und Fernbedienung folgten. Nach genau einer Stunde war ich dann vorbereitet, zumindest soweit, denn richtig abschicken konnte ich noch nicht, solange ich keine Versicherung habe und die Banküberweisung noch aussteht. Aber gut, ich ging raus, trank den leckersten Maracuja-Frappé und begab mich auf den Weg zum Tempel.
Ich war mir unsicher, ob ich wieder diese typischen langen Hosen tragen sollte, wie es die Schilder empfahlen. Ich sah, dass die Menschen im Tempel nur teilweise solche Hosen trugen, und da es sich um Ruinen handelte, war ich mir unsicher. Aber egal, immer da, wo man etwas braucht, findet man auch einen Ort, an dem man das, was man braucht, kaufen kann. Also kaufte ich fix eine Hose für 150 Baht. Was soll ich sagen, geil ist sie jetzt nicht, denn wenn ich in die Hocke gehe, würde sie auf jeden Fall reißen.
Nun gut, rein in die Ruine. Eigentlich ein echt schöner Ort. Ich habe super tolle Fotos gemacht und ein paar wirklich gute Videoaufnahmen. Der Tempel war nicht riesig, aber es war entspannt, durch ihn hindurchzuspazieren. Kaum war ich raus, erhielt ich schon eine E-Mail von der NBTC mit dem Überweisungsschein. Ich hatte einen Monat Zeit, das Geld (200 THB) zu überweisen, aber ich wollte die Lizenz natürlich so schnell wie möglich.
Also öffnete ich die "Grab"-App. Theoretisch wie Lieferando, nur dass man damit auch Roller und Taxis ordern kann. Ich fand schnell einen Roller-Fahrer. Aber es gab anfängliche Schwierigkeiten bei der Zahlung aufgrund der Sprachbarriere. Schließlich fand ich heraus, dass Barzahlung ("Cash") möglich war, und so konnte ich die Fahrt bezahlen.
Als ich in der Bank ankam, erfuhr ich, dass ich in der falschen Bankfiliale war. Man schickte mich zur Krung Thai Bank, etwa 300 Meter entfernt. Dort wurde mir gesagt, dass ich das Dokument in Papierform benötigte. Da ich keine Lust hatte, zum Hostel zurückzukehren, etwas ausdrucken zu lassen, um dann wieder zur Bank zu können, suchte ich nach einem Drucker in der nähe, bis ich schließlich in einem Elektroladen fündig wurde. Der Mann dort half mir und druckte das Dokument für 20 Baht aus, ich gab ihm jedoch 30, weil er mir Zeit und Geld Erstparte.
Mit dem Ausdruck kehrte ich zur Bank zurück. In solchen öffentlichen Gebäuden oder Geschäften, die größer sind oder etwas mit der Regierung zu tun haben, wird Service großgeschrieben. Ich ging eine Außentreppe eines Gebäudes hoch und durch eine Glastür. Man stand dann in einem großen Raum mit 6 Stuhlreihen, auf denen verteilt Menschen saßen. Vor den Stuhlreihen war etwas Platz, und dann gab es 6 Schalter, an denen alles abgearbeitet wurde.
Nach ein paar Minuten wurde mir bewusst, wie gut der Service hier war. Man wird direkt an die Hand genommen und ist nicht irgendwo hilflos und geht irgendwelchen Mitarbeitern auf die Nerven. Nach etwa 45 Minuten kam ich dann dran. Ich schob der guten Dame mein Dokument durch die Glasscheibe. Sie klickte hier und da auf dem Rechner, schrieb irgendwas auf das Dokument, und dann schrieb sie mir eine Zahl auf ein Blatt Papier, die ich zahlen sollte. Mit 7% Steuern waren es dann 214 THB. Als das bezahlt war, erhielt ich eine Bestätigung, dass die Bearbeitung erledigt war.
Ich ging zurück Richtung Hostel und besuchte eine weitere Tempelruine, die direkt gegenüber lag. Dort machte ich noch schönere Fotos und Videos. Die Anlage hatte ein beeindruckendes Gebäude in der Mitte, das einer steilen Pyramide ähnelte und auf das man drauf gehen durfte.
Nach der Ruine genoss ich ein Essen mit Pad Thai Chicken und einem Orangensaft. Das Essen kostete insgesamt 85 THB, aber ich gab 100. Später traf ich eine deutsche Reisende und zwei Italienerinnen, mit denen ich mich unterhielt und amüsierte. Wir besuchten den Nachtmarkt, aßen und tranken Smoothies und hatten viel Spaß. Die deutsche Reisende, Isabell mit Doppel "L", werde ich in drei Tagen in einer Stadt wiedersehen, die nahe an meinem eigentlichen Reiseziel liegt.
Da ich meine Reiseziele flexibel gestalte, beschloss ich, einige zusätzliche Tage in derselben Unterkunft zu verbringen, in der auch Isabell ist. Vielleicht schauen wir uns ja gemeinsam ein oder zwei Sehenswürdigkeiten an. Mal schauen. Nach dem Abend auf dem Nachtmarkt ging es wieder unter die Dusche und dann ab ins Bett. Ich schrieb noch etwas am Laptop und dann, gute Nacht.