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Aldnoah.Zero
Uuuuund weil ich gerade im Schreibmodus bin, gibt es heute auch noch einen Mecha-Anime, der für mich in der letzten Season wohl eines der Highlights darstellte.
Kurz zur Handlung: Wir befinden uns in einer Welt, in der die Menschen es geschafft haben den Mars zu besiedeln. Dort wird in einer Ruine eine alte, aber weit überlegene Technologie namens "Aldnoah" entdeckt, um dessen Nutzung ein Konflikt zwischen den Menschen auf der Erde und der neuen Besiedelung auf dem Mars entbrennt. Ein größeres Ereignis, das an einen zurückliegenden Krieg zwischen Erde und Mars erinnert, wird "Heaven´s Fall" genannt, bei dem sowohl Erde als auch Mars viele Verlust beklagen mussten und woraufhin schließlich ein Waffenstillstand ausgehandelt wurde.
15 Jahre nach dem Heaven´s Fall entschließt sich die Enkelin des Kaisers des Mars, Prinzessin Asseylum Vers Allusia, dazu die Erde zu besuchen, um die Beziehungen zwischen den beiden Planeten zu verbessern. Nachdem bei der angekündigten Willkommensparade allerdings ein Attentat auf dieselbe verübt wird, verschärft sich die Situation zusätzlich und die Frage nach den Schuldigen und danach wer an dem vergangen und dem drohenden Krieg Schuld hat entbrennt...
Das Interessante und Spannende an diesem Anime war für mich wohl einerseits auch die eigentlich immer aktuelle Thematik des Krieges bzw. drohenden Krieges, denn die Fragen nach Schuld und Auslösern, unterschiedlichen Ansichten, Blickpunkten, Lügen die verbreitet und Wahrheiten, die als Lügen verkauft werden stellen sich wohl immer und überall, sodass es für uns oft nicht mehr möglich ist ein klares Bild vor uns zu haben, objektiv zu bewerten und Tatsachen auch als solche zu bemerken.
Die Handlung ist zu Beginn wohl etwas Ungewöhnlich. Tatsächlich hat man hier bereits nach der ersten Folge verloren, wenn man nicht aufmerksam aufpasst und der Story Beachtung schenkt. Zudem bemerkt man das ungeheure Potential des Anime meiner Meinung nach schon nach der ersten Folge, da hier bereits so viel passiert und die Spannung durch einige Cliffhanger, sowie unvorhergesehene Storywendungen aufgebaut wird.
Fasziniert hat mich hier vor allem auch die Tatsache wie man selbst mitfiebert und darüber nachdenkt, wer an der momentanen Situation eigentlich Schuld hat. Im Verlauf der Geschichte wird einem allerdings immer klarer, wie man selbst von der Geschichte getäuscht wurde. Allein das Fehlen der kleinsten Informationen kann Tatsachen ändern und unter ein anderes Licht stellen. Das allein rüttelt mich irgendwie wach und lässt mich selbst reflektieren und fragen, wie oft mir solche Fehler wohl im realen, täglichen Leben passieren - und gleichzeitig nicht nur mir, sondern allen Menschen. Wir schließen, ohne geringste Beweise, sondern einfach weil es als die logischste und vielleicht oft auch einfachste Antwort erscheint, auf bestimmte Dinge, obwohl diese in Wahrheit genau falsch sind, da wir oft einfach nur das bewerten können, was wir selbst sehen, hören, fühlen etc.
Umgehauen haben mich hier vor allem auch die Charaktere. Natürlich gibt es auch einige Klischees, allerdings habe ich hier vor allem die zwei Hauptcharaktere Slaine Troyard und Inaho Kaizuka im Sinn, denn trotz ähnlicher Ansichten spielen sie auf gegnerischen Seiten. Besonders interessant finde ich den Fakt, dass Slaine eigentlich ein Mensch ist, dennoch, durch verschieden Gegebenheiten und Zufälle, auf der Seite des Mars zu kämpfen scheint, jedoch ständig im inneren Konflikt mit sich selbst steht und am Ende vielleicht auch selbst nicht mehr genau weiß, was er glauben und denken soll. Hierbei möchte ich jedoch für alle, die sich die 12-teilige Serie selbst anschauen wollen, noch nicht zu viel verraten. Bei Inaho möchte ich noch anmerken, dass er einen besonders interessanten Charakter hat. Obwohl er nicht der typische Held ist, wird ihm diese Rolle in gewisser Weise verpasst und auch wenn er kalt wirkt und das auch perfekt inszeniert wurde, merkt man, dass er einen weichen Kern hat, was ihm irgendwie Einzigartigkeit verleiht.
Beachten sollte man außerdem, dass neben der Kriegsthematik wohl auch das Thema des Rassismus angeschnitten wird, obwohl Rassismus und Krieg wohl oft auch Hand in Hand gehen. Die Angst oder der Ekel vor "Ausländern" wird wohl selbst in unserer modernen Zeit noch immer verspürt und genau das greift auch der Anime auf, indem die Distanzen und Diskrepanzen zwischen den Bewohnern der Erde und des Mars hergenommen werden um das in stärkerer Form zur Schau zu stellen. Ein erschreckendes Bild - oft leider aber auch Realität...
Fazit: Ein Anime über ein ernstes Thema, der einem vieles bewusst macht und mich selbst ein einigen Stellen erschrecken ließ. Die unvorhergesehenen Wendungen und eine interessante Story lassen einen dabei definitiv nicht kalt. Alle die Mechas allerdings nicht besonders mögen werden vielleicht nicht immer Freude damit haben. Mein Tipp: trotzdem anschauen probieren, da die Story es wirklich wert ist. ;)
-> Für alle Experimentierfreudigen: sowieso ein wahrer Genuss.
Tipp: Eine zweite Staffel wird übrigens im Jänner 2015 erwartet...yey! :D
mecha-anime replied to your post: aaaand I’ve just realized why the army...
????????
cause they have arms