Die ersten hundert Seiten waren ziemlich hart. Ohne Hinweise auf den Ort, die Personen typisiert („kleine Schwestern“, „Schwager 1-3“, „Irgendwas McIrgendwer“), nur, der Hinweis, dass es sich um die 70er Jahre handelt. Da fehlt die Orientierung.
Ein Blick auf die Herkunft der Autorin hilft, das Geschehen einzuordnen. Es ist interessant zu erfahren, wie wichtig es ist, das Gelesene mit Bekanntem verknüpfen zu können.
Eine Kostprobe...
... und noch eine:
Als Individuum der Gesellschaft ausgeliefert. Das trifft bis zu einem gewissen Grad auch auf eine Gesellschaft zu, die sich nicht in so einer politischen und religiösen Ausnahmesituation befindet wie die Bevölkerung Nordirlands in den 1970er Jahren:
Ein Buch wie ein workout. Eine echte Herausforderung. Brillant und scharfsinnig, es braucht aber „Biss“, um bis zum Schluss durchzuhalten. Das Ende zeigt sich erstaunlich versöhnlich.













