Das ganz normale Alltagsleben
Klickt man auf Monis Kanal, grüßt einen als Nichtabonnement ihr Kanaltrailer. Der ist herrlich anzusehen, weil darin zahlreiche Dinge angepriesen werden (Makeup, unboxing, usw.) die Moni heute kaum noch durchführt. Die letzte Box ist bereits seit Jahren deabonniert und mit dem Beziehungsende mit Palter hörte auch die Schminkerei abrupt auf. Moni aber denkt nicht daran, den Trailer zu "ich beschwere mich und weine viel" zu ändern. Neben diesem Video prangt der schöne Spruch „Das ganz normale Leben, genau so [sic!] wie bei dir!“. Klar, es ist ganz normal, dass man noch die letzte Belanglosigkeit des Alltags filmt, seien es jetzt Einkäufe oder den Müll. Und natürlich bekommen wir alle auch Fanpakete. Aber was will sie auch machen, schließlich passiert – anders als ihre Kanalinfo es vermuten lässt – normalerweise überhaupt nichts in ihrem Leben. Wie auch, wenn man nicht vor die Tür geht.
Da ist es natürlich eine willkommene Ablenkung, schwanger zu sein und Wehwehchen zu entwickeln. Man auch ja einen so simplen Akt, wie das eigene Essen auf Video zu bannen, nicht ohne Wehklagen verbringen. Schließlich muss die ganze Welt wissen, wie schlecht es einem doch zur Abwechslung gerade geht. Wusste ja auch niemand bisher, dass Schwangerschaften mit Übelkeiten einhergehen! Aber hey, Moni hat DIE Gegenstrategie: tonnenweise Eiscreme, wahlweise im Hörnchen oder gleich aus dem Trog und natürlich Pidfer . Pidfer am Freitag, Pidfer am Samstag, Pidfer am Sonntag. Und uff, da sind Reste übrig geblieben, die isst sie dann morgen.
Ach ne, darauf hatte sie dann doch keine Luffft mehr, hat das Blech einfach eingefroren (das wird super nach dem Auftauen) und sich stattdeffen lieber einen gefunden Auflauf mit sehr viel Induftriekäse zubereitet. Allgemein ist es unfassbar, wie man nach einem halben Blech (!) Pidfer nachts noch Fresssucht schieben und sich dann Baguettes mit den üblichen Monstrositäten zubereiten kann. Bei Moni heißt das nämlich: Butterberge aufs Brot, bis kein Brot mehr zu sehen ist. Dann folgt wiederum Tee-, Leber- oder Fleischwurst bis die Butter ebenfalls verschwindet. Und gekrönt wird das Ganze dann wahlweise mit einem Meer aus Maggi oder Sempf.
Läuft also bei unserem Speggkint, aber hey, mittlerweile kann man alle 14 Tage auch einen halben Apfel ausmachen und abgenommen hat sie natürlich auch, bei all dem Sodbrennen. Darauf schnell einen American Cookie (zum Glück war es kein Kekf), denn ganz, ganz sicher ist Moni nach der Nutellalawine, die sich gerade auf ihr reichlich gebuttertes Brot ergossen hat, akut stark unterzuckert und muss Abhilfe schaffen! Bisher war daran ja immer ihre Monatsblutung schuld, aber angesichts deren Ausbleiben muss man im Hause Hohmann* eben kreativ werden. Nicht auszudenken, dass sonst irgendwann bezüglich Gründen zur Beschwerde noch ein "aufgebraucht" Video fällig werden könnte!
*Name von der Inhaberin immer noch nicht geändert.













