Solitär
Als wir 2011 zum ersten Mal nach Solitär kamen, gab es neben der Tankstelle noch einen dunklen Gemischtwarenladen, einen kleinen Campingplatz und vor allem das Cafe. Solitär war berühmter für seinen „besten Apfelkuchen Namibias“, als Helmeringhausen es sich je erträumen könnte. Für das Cafe und den Apfelkuchen war Moose zuständig, ein kräftiger Mann mit großen Händen, ein ausgezeichneter Bäcker und freundlicher Gastgeber. Leider verstarb er 2014.
In den letzten Jahren wurde Solitär dann langsam zum Touristennepp umgebaut. Der Apfelkuchen hat nur noch Industriestandard. In dem Restaurant, in dem man uns zwei rohe Hamburger serviert, prahlt der Besitzer mit seinen Plänen für die „Exklusive Weinkarte“. Der Gemischtwarenladen wurde zum touristischen Highlight deklariert und die Preise für die gleiche Ware vervierfacht. Für andere mag das funktionieren, wir verabschieden uns von Moose und Solitaire ohne den Wunsch, wieder zu kommen.














