I found it / Ich hab ihn gefunden #nachsuche #jagd #jagen #hunt #hunting #drivenhunt #treibjagd #hirsch https://www.instagram.com/p/BpHkFRBhj96/?utm_source=ig_tumblr_share&igshid=2gtmgfwgekk8

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Erschwerte Bedingungen
Um Bruno gründlich auf die Verbandsschweissprüfung vorzubereiten, haben wir am Wochenende den Schwierigkeitsgrad deutlich erhöht. Die Stehzeit betrug 18 Stunden, länge etwas über 1000m. Der Beginn der Fährte führte direkt an einem 10 ha Einstand vorbei, Damwild ist da definitiv immer, Rotwild habe ich in der Woche davor auch gesehen. Im Anschluss ging es durch eine Kiefernanpflanzung, die wurde noch nicht durch geforstet. Auch hier steht das Wild gerne. Daneben ein Schilfgürtel, Wasser und Verlandungen, der Tageseinstand der Sauen. Die wechseln über Nacht hin und her. Ich war mir nicht sicher, ob das überhaupt schon funktioniert.
Den ersten Teil der Fährte hat er super gearbeitet. In der Kieferndickung muss einiges los gewesen sein. Immer wieder Verleitungen, Bruno hatte große Probleme sich zu konzentrieren. Ich musste ihn 5 Mal korrigieren. Er hat aber nach kurzen Pausen immer wieder die Arbeit aufgenommen und so sind wir zum Ende gekommen. Ich bin sehr zufrieden mit seiner Leistung, einfach war das nicht.
Der Beginn der Fährte mit einer Motivationshilfe. Auf der Fährte selber gibt es jetzt schon nichts mehr.
Los gehts. Bruno arbeitet ruhig und konzentriert.
Die Kieferdickung, hier wurde es schwierig. Wechsel, Lagerplätze, eine große Herausforderung für den unerfahrenen Rüden.
Nachdem er abgekommen ist, muss sich Bruno ablegen, neu konzentrieren, dann geht es weiter.
Eine anstrengende Aufgabe, Bruno war ordentlich kaputt.
Der Fährtenverlauf.
Schwierige Nachsuche mit Deutsch Kurzhaar und Bayerischer Gebirgsschweißhund
Heute Morgen war ich wieder zum Ansitz draußen. Mit dem ersten Büchsenlicht schoss ich auf einen schwachen Jährlingsbock. Das Stück Rehwild zeichnete deutlich und flüchtete mit tiefem Haupt. Nach 100m verlor ich den Bock aus den Augen. Da ich ja deutlich gesehen hatte, wie das Stück zeichnete, machte ich mir wenig Sorgen. Ich suchte mir den Anschuss und fand etwas Wildbretschweiß. Jetzt wurde ich zum ersten Mal nervös. Eigentlich dachte ich, ich wäre etwas zu weit hinten abgekommen, nun stellte sich die Situation plötzlich anders dar. Nach 20 Minuten setzte ich Xaro an. Er suchte ruhig mit tiefer Nase, auf der Fährte kein Tropfen Schweiß. Dann nach zirka 150m ein Wundbett mit Schweiß, viel oder nicht viel ist relativ, auf jeden Fall war er deutlich auf ca 50x50cm zu sehen. Kurz danach ging es dann nicht mehr weiter. Xaro konnte die Fährte einfach nicht mehr finden. Man muss die Grenzen seines Hundes kennen, ich musste abbrechen.
Zuhause telefonierte ich mit einem Nachsuchenführer, Wolfgang war 1 Stunde später bei mir und wir fuhren zurück in den Wald. Ich erklärte ihm die Situtation und er setzte seinen BGS Rüden Amboss an. Dieser nahm sofort die Fährte auf, verwies das Wundbett, einen Knochensplitter und fand nach 5 Minuten auch den Abgang an dem Xaro nicht mehr weiter kam. Dann wurde es schwieriger, die nächsten 500 Meter gab es immer wieder Unterbrechungen, direkt vor uns ging ein Damspiesser ab, doch Amboss suchte ruhig und konzentriert. Auch sein Führer wurde langsam unsicher, keine Pirschzeichen. Dann ging es aus dem Stangenholz in eine Douglasiendickung.
Plötzlich ging der Bock hoch, Amboss wurde zum letzten Wundbett geführt und von dort geschnallt. Schnell gab er laut und entfernte sich. Ausgerüstet mit dem Garmin 320 war es ein leichtes ihm zu folgen. Die Hetze ging fast 1km, am See im Schilf hatte der 3 jährige BGS den Bock dann gegriffen und hielt ihn. Ich bot Wolfgang an, dass ich ins Wasser gehe und den Bock abfange, was er dankend annahm.
Am Ende war ich glücklich, dass ich trotz meines schlechten Schusses das Tier zur Strecke bringen konnte und Wolfgang freute sich über die ausgezeichnete Arbeit seines Schweißhundes. Ohne ihn wären wir niemals zum Bock gekommen, für diese Arbeit war ein Spezialist nötig.