Was für eine Woche! Seit einer Woche bin ich nun in Berlin. Dort bin ich für fünf Monate bei der Smart Mobile Factory als Praktikant für iOS Entwicklung und Projektmanagement beschäftigt. So viele neue Eindrücke, coole Leute, Stoff zu lernen, ein Haufen Arbeit, mal wieder Wohnungssuche und natürlich Berlin als Europas neues Silicon Valley!
Aber erstmal eins nach dem anderen: Die Smart Mobile Factory ist eine relativ junge Firma, die sich darauf spezialisiert hat Apps für iPhone, iPad und Android für andere Unternehmen zu programmieren und zu vermarkten. So viel sei verraten, das Team besteht aus einigen sehr talentierten, coolen, jungen Leuten und neben harter Arbeit kommt der Fun natürlich auch nicht zu kurz. So wie es in einem guten Startup sein sollte! Beispielsweise haben wir die Apple Keynote zur Vorstellung des neuen iPhone 4S bei Pizza live am Beamer mitverfolgt – ganz so wie es sich für einen iOS Entwickler gehört ;-). Die gute Stimmung wurde nur kurzzeitig getrübt von Steve Jobs Tod, letzten Mittwoch.
Nun zu Berlin: den nachgesagten Vibe merkt man der Stadt tatsächlich an. Dies spürt man allein schon an der Wohnungssuche – Berlin ist hip geworden und langsam weiß das auch jeder. Für eine europäische Hauptstadt ist Berlin zwar noch relativ günstig, die Preise ziehen im Vergleich zu früheren Jahren aber merklich an. Hier sollte sich Berlin aber bitte kein Beispiel an Paris oder London nehmen, die Preise dort sind einfach nur noch abschreckend! Herrschte vor einigen Jahren noch erheblicher Wohnungsüberschuss, ist das zumindest im inneren Ring nicht mehr der Fall. Dazu kommen zur Zeit auch die neuen Studenten, doppelter Jahrgang und Wehrpflichtaussetzung nicht zu vergessen, die alle auf der Suche nach einer Wohnung/WG sind. Trotzdem kommt Berlins Hype nicht von ungefähr – hier findet man einfach für jeden Geschmack etwas. Ein guter Freund sagte letztens passend, nach seiner Erfahrung sticht weltweit alle fünf Jahre eine Stadt hervor und zurzeit sind dies Berlins fünf Jahre. Und besonders die Startup Sphäre pulsiert. Allein in der letzten Woche hab ich mich dazu so häufig ausgetauscht wie selten zuvor, bedingt natürlich auch durch meine Arbeit. Hier ist man einfach mittendrin. Außerdem ist nach ein paar Blicken auf verschiedene Apps klar, die Nutzerbasis für neue Webdienste ist hier definitiv vorhanden. Und an neuen coolen Startups, die keine Copycats sein wollen, mangelt es auch nicht.
Deswegen habe ich mich dazu entschlossen eine neue Rubrik Nerd@Berlin zu eröffnen. Hier werde ich euch in den nächsten Monaten meine Eindrücke aus der Hauptstadt schildern, natürlich aus der Sicht eines ausgewiesenen Nerds!