Wie Sie die Abnutzung der Bremsbeläge überprüfen
Gut funktionierende Bremsen sorgen für Ihre Sicherheit auf der Straße. Deshalb sollten Sie regelmäßig die Bremsbeläge wechseln. Das Wechselintervall hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Wir verraten Ihnen, wie Sie den Zustand Ihrer Bremsbeläge erkennen können und wann Sie diese wechseln müssen. Überprüfen Sie die Bremsbeläge und kaufen Sie zum besten Preis neue, wenn sie abgenutzt sind. Die Bremsbeläge sind täglich Wärme, Feuchtigkeit und Reibungen ausgesetzt und verschleißen mit der Zeit. Generell reicht es aus, wenn Sie die Bremsbeläge bei der jährlichen Inspektion überprüfen lassen. Wir raten Ihnen jedoch, die Beläge vor einer längeren Autofahrt, zum Beispiel in den Urlaub, nochmals zu überprüfen. Manche Werkstätten bieten mittlerweile sogar einen kostenlosen Bremsencheck an. Wie lange Ihre Bremsbeläge halten, hängt vor allem von Ihrer Fahrweise ab. Fahren Sie rasant und müssen öfter bremsen, sind die Bremsbeläge häufig bereits nach 10.000 bis 15.000 Kilometern abgenutzt. Fahren Sie eher vorausschauend und müssen seltener einer Vollbremsung machen, können Sie problemlos bis zu 100.000 Kilometer mit einem Satz Bremsbeläge zurücklegen. Wenn Sie dagegen viel im Gebirge oder auf unbefestigten Straßen fahren, sind die Bremsen besonderen Belastungen ausgesetzt und nutzen sich schneller ab.
Bremsbeläge überprüfen
In neueren Fahrzeugmodellen blinkt eine elektronische Verschleißanzeige, wenn die Bremsbeläge abgenutzt sind. Aber auch Eigentümer älterer Autos können den Zustand der Beläge checken. Verlassen Sie sich dabei auf Ihre Ohren. Hören Sie reibende und mahlende Geräusche, wenn Sie leicht bremsen (nicht bei einer Vollbremsung), dann deuten diese auf abgenutzte Bremsbeläge hin. Quietschen oder andere Störgeräusche während des Bremsvorgangs können dagegen verschiedenen Ursachen haben. Eventuell ist eine unsaubere Montage das Problem. Am besten lassen Sie Ihr Fahrzeug bei solchen Geräuschen in einer Werkstatt untersuchen.
Inspizieren Sie Ihre Bremsscheiben, denn auch deren Zustand lässt Rückschlüsse auf die Bremsbeläge zu. Schauen Sie dafür hinter die Reifen Ihres Autos. Vor allem bei den Vorderrädern sind die Bremsscheiben gut sichtbar, wenn Sie die Räder einschlagen. Wenn die Stärke der Bremsklötze weniger als drei Millimeter beträgt, sollten sie ausgewechselt werden. Die pizzagroße silberne Bremsscheibe sollte außerdem keine zu tiefen Rillen aufweisen. Kleinere Riefen, ähnlich einer Schallplatte sind okay, immerhin sind Sie damit auch schon ein paar tausend Kilometer gefahren. Tiefere Rillen sind jedoch ein Indiz für abgefahrene Bremsbeläge. In diesem Fall sollten Sie sowohl die Bremsbeläge als auch die Bremsscheibe auswechseln. Denn selbst wenn Sie neue Bremsbeläge einbauen, verschleißen diese an der defekten Bremsscheibe extrem schnell. Auf Dauer ist es sicherer und preiswerter, sowohl die Bremsklötze als auch die Bremsscheiben auszuwechseln. Außerdem sollten Sie den Stand der Bremsflüssigkeit kontrollieren. Er sollte zwischen den Markierungen „min.“ und max.“ liegen. Achten Sie darauf, dass Ihr Fahrzeug gerade auf einem ebenen Untergrund steht, um den Stand möglichst genau ablesen zu können. Merken Sie sich den Stand und kontrollieren Sie ihn nach einiger Zeit erneut. Ist er gesunken müssen Sie die Beläge austauschen. Der Bremskolben wandert näher zur Bremsscheibe da der Belag dünner ist, wodurch der Flüssigkeitsverlust entsteht. Das Problem: Der Pedalweg bleibt gleich und man spürt die abgefahrenen Bremsbeläge nicht unmittelbar. Wichtig ist: wechseln Sie die Bremsbeläge immer paarweise pro Achse, da die Bremsen sonst einseitig ziehen.











