Die Neuroethik gewinnt mit der zunehmenden Verbreitung von Neuro-Enhancement (vulgo "Hirndoping") immer mehr an Bedeutung.
Die Neuroethik ist eine wissenschaftliche Disziplin, die sich im Grenzgebiet zwischen Neurowissenschaften und Philosophie bewegt. Mit der zunehmenden Verbreitung von Neuro-Enhancement (vulgo „Hirndoping“) gewinnt sie immer mehr an Bedeutung.
Stimulanzien wir Ritalin oder Modafinil, transkranielle Magnetstimulation, Gehirn-Computer-Schnittstellen und sogar genetische Veränderungen werden häufig als potenzielle Formen des Neuro-Enhancements genannt. Die Verwendung von Medikamenten oder Hirnbehandlungen zur Verbesserung der normalen Kognition wird in der Öffentlichkeit und in der Fachwelt heftig diskutiert.
Wie hat sich die Neuroethik des pharmazeutischen kognitiven Enhancements (PCE) innerhalb der letzten zehn Jahre in Deutschland entwicklet?
Thomas Metzinger benennt die wichtigsten begrifflichen Probleme, aktuelle Substanzen und zentrale ethisch-juristische Fragestellungen.
"Neuroethik” ist der Name für eine neue akademische Disziplin, die sich mit den ethischen, anthropologischen und soziokulturellen Fragestellungen auseinandersetzt, welche sich aus dem Erkenntnisfortschritt in den Neurowissenschaften ergeben.
Von der wissenschaftstheoretischen Systematik her ist die Neuroethik in der Philosophie angesiedelt, weil es in ihrem Kern um Antworten auf normative Fragen geht. Dabei tauchen allerdings momentan viele der konkreten Probleme für die angewandte Ethik im medizinischen Bereich auf, weil es hier zum Beispiel um die neurotechnologische Umsetzung dieses Erkenntnisfortschritts auf dem Gebiet von Therapie und Diagnose geht. Es hat sich eingebürgert, in wissenschaftshistorischer Hinsicht die Entstehung dieses neuen Forschungsbereichs auf das Jahr 2002 zu datieren und mit einer wissenschaftlichen Konferenz zu identifizieren, die vom 13. – 14. Mai unter dem Titel Neuroethics: Mapping the Field in San Francisco stattfand. Eine erste Fachzeitschrift existiert ("Neuroethics"), und mittlerweile ist es vor allem durch eine Initiative des BMBF auch in Deutschland gelungen, erste Schritte in Richtung auf eine institutionelle Verankerung des neuen akademischen Fachs zu unternehmen.
Wie hat sich die Neuroethik des pharmazeutischen kognitiven Enhancements innerhalb der letzten Jahre in Deutschland entwickelt?
"Neuroethik” ist der Name für eine neue akademische Disziplin, die sich mit den ethischen, anthropologischen und soziokulturellen Fragestellungen auseinandersetzt, welche sich aus dem Erkenntnisfortschritt in den Neurowissenschaften ergeben.
Von der wissenschaftstheoretischen Systematik her ist die Neuroethik in der Philosophie angesiedelt, weil es in ihrem Kern um Antworten auf normative Fragen geht. Dabei tauchen allerdings momentan viele der konkreten Probleme für die angewandte Ethik im medizinischen Bereich auf, weil es hier zum Beispiel um die neurotechnologische Umsetzung dieses Erkenntnisfortschritts auf dem Gebiet von Therapie und Diagnose geht. Es hat sich eingebürgert, in wissenschaftshistorischer Hinsicht die Entstehung dieses neuen Forschungsbereichs auf das Jahr 2002 zu datieren und mit einer wissenschaftlichen Konferenz zu identifizieren, die vom 13. – 14. Mai unter dem Titel Neuroethics: Mapping the Field in San Francisco stattfand. Zur Auflösung der Fußnote[2] Eine erste Fachzeitschrift existiert ("Neuroethics"; ZDB-ID 2421 622 – 627), und mittlerweile ist es vor allem durch eine Initiative des BMBF auch in Deutschland gelungen, erste Schritte in Richtung auf eine institutionelle Verankerung des neuen akademischen Fachs zu unternehmen.