Sowohl die USA als auch Russland wollen auch auf nicht-nukleare Angriffe etwa mittels Hyperschallwaffen mit Atomwaffen zur Abschreckung reagieren
Es wird gefährlicher. Die drei großen Atommächte arbeiten daran, die Schwelle für den Einsatz von Atomwaffen abzusenken, um die Abschreckung zu erhöhen, was aber gleichzeitig das Risiko erhöht, tatsächlich in einen atomaren Krieg einzutreten.
Die USA wollen ebenso wie Russland oder Großbritannien ihr Atomwaffenarsenal modernisieren. Das Pentagon sieht es als wichtig an, mehr taktische Atomwaffen zur Verfügung zu haben, um auch bei einem nicht-nuklearen Angriff mit Atomwaffen reagieren zu können. Zudem könnten Atomwaffen dafür eingesetzt werden, unterirdische Anlagen besser zerstören zu können.
Damit soll die nukleare Doktrin flexibler werden, was heißt, die Schwelle zum Einsatz soll heruntergesetzt werden. Das geschieht parallel zur Atomwaffenstrategie der USA (Im Taumel des Wettrüstens) Strategien dieser Art, die veröffentlicht werden, dienen nicht primär der Kontrolle des Waffeneinsatzes, sondern sind vor allem Warnungen des Gegners, bei Angriffen große Risiken einzugehen. Unter nicht-nuklearen strategischen Waffen werden beispielsweise Hyperschallwaffen verstanden, wie sie die USA, Russland und China in einem neuen Wettrüsten entwickeln, weil diese die bislang vorhandenen Abwehrsysteme unwirksam machen.
Russland hat bislang eine Doktrin vertreten, nachdem ein Einsatz von Atomwaffen möglich ist, um auf einen Angriff mit Atomwaffen zu reagieren, also im Sinne des Gleichgewicht des Schreckens. Oder wenn ein Atomschlag notwendig würde, um einen konventionellen Angriff zu verhindern, der die Existenz Russlands als souveränen Staat bedroht. Als Grund für die Flexibilisierung wird "das zunehmende Risiko für bewaffnete Gewalt bzw. einen Krieg größeren Ausmaßes unter Einsatz von konventionellen und nuklearen Waffen bei globalen, regionalen und lokalen Problemen" benannt, wie Sputnik berichtet. (Florian Rötzer)
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It's getting more dangerous. The three major nuclear powers are working to lower the threshold for the use of nuclear weapons in order to increase deterrence, but this also increases the risk of actually entering into a nuclear war.
The USA, like Russia or Great Britain, wants to modernise its nuclear arsenal. The Pentagon considers it important to have more tactical nuclear weapons at its disposal in order to be able to react to a non-nuclear attack with nuclear weapons. In addition, nuclear weapons could be used to better destroy underground facilities.
This should make the nuclear doctrine more flexible, which means lowering the threshold for use. This happens parallel to the nuclear weapons strategy of the USA (Im Taumel des Wettrüststens) Strategies of this kind, which are published, do not primarily serve to control the use of weapons, but are above all warnings of the opponent to take great risks in attacks. Non-nuclear strategic weapons are understood, for example, as hypersonic weapons such as those developed by the USA, Russia and China in a new arms race, because they render the existing defence systems ineffective.
Russia has so far advocated a doctrine whereby it is possible to use nuclear weapons to respond to an attack with nuclear weapons, in the sense of a balance of terror. Or if a nuclear strike were necessary to prevent a conventional attack that threatens Russia's existence as a sovereign state. Sputnik reports that the reason for the flexibilisation is "the increasing risk of armed violence or large-scale war using conventional and nuclear weapons on global, regional and local problems". (Florian Rötzer)










