Feiner Raster ≠ bessere Druck-Qualität bei Bildern
Quelle
Immer wieder mal hört man dieses Verkaufsargument: «Damit wir eine bessere Bildqualität erzielen, nehmen wir (einfach) einen feinen Raster». Dies führt aber definitiv nicht automatisch zu einem besseren Resultat!
«Für die einwandfreie Wiedergabe von detailreichen Bildern stehen die Auflösung und das Auflagenpapier in direktem Zusammenhang».
Es gilt folgende wichtige Fragen zu beachten
Welches Auflagenpapier wird verwendet: Gestrichene Papiere, Offsetpapiere (Naturpapiere) oder Recycling?
Haben die Bilder genügend Auflösung bzw. Bildinformationen, damit im Druck feinste Abstufungen oder Details wiedergegeben werden können?
Zu beachten
Auf Naturpapieren oder Recycling-Papieren kann nicht ein allzu feiner Raster verwendet werden. Diese Papiere saugen viel Farbe auf und daher würden die vielen, eng nebeneinander stehenden Punkte ineinander fliessen, somit wären die Details verschwunden.
Bei der Verwendung eines so genannten 80er-Raster benötigen die Bilder 400 dpi Auflösung (Formel: 80 x 2,54 x 2). Realität: Meist 300 dpi! Die Verwendung eines gestrichenen Papieres drängt sich auf.
Ist die Informationsdichte – also Bildinformationen in Form von Pixeln – zu gering, kann auch durch die Verwendung einer feineren Rasterweite die Bildqualität (d. h. Bilddetails) niemals verbessert werden.
Empfehlung Rasterweiten (für Bogenoffset-Druck)
Naturpapiere: 60er-Raster, GFA (Gesamtfarbenauftrag): 280%
Gestrichene Papier: 80er-Raster, GFA: 320%
Ist das Papier bis kurz vor Produktionsbeginn nicht bekannt? GFA 300%
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