1.12.2017
Ogg was? Bitte lieber mp3
Auf meinem Blog stelle ich gerne Audiodateien mit O-Tönen von Statements, Pressekonferenzen oder Diskussionen ein, die meine Leserinnen und Leser auch schätzen (weil von einigen dieser Veranstaltungen meist keine öffentlich zugänglichen Dokumentationen existieren). In den vergangenen Monaten war ich dazu übergangen, statt im verbreiteten MP3-Format die Audios als OggVorbis-Dateien abzuspeichern – und anderem, weil ich es eine gute Idee finde, ein patentfreies Format zu unterstützen.
Ein paar Monate lang lief das auch problemlos, also ohne Klagen der Leser. Vor einigen Tagen aber kam erstmals die Klage, und gleich mehrfach: Ich kann die Audio-Datei nicht öffnen!
Das habe ich zunächst nicht wirklich ernstgenommen. Im Mac-Betriebssystem wie auch unter Linux konnte ich ja die O-Töne im Firefox-Browser problemlos abspielen (Windows zum Ausprobieren habe ich nicht). Doch als sich immer mehr verärgerte Nutzer meldeten und mitteilten, mit ihrer Hard- und Software blieben die Audiodateien schlicht unhörbar, wurde ich doch bisschen stutzig.
Tatsächlich: Schon auf dem Mac-Browser Safari bleibt die OggVorbis-Datei stumm. Es hilft nichts, ich lade die Datei noch mal im MP3-Format hoch. Wenn es hinreichend viele Nutzer gibt, die ohne MP3 nicht glücklich werden, muss ich die O-Töne wohl doch wieder in diesem Format einstellen.
Vielleicht aber zusätzlich zur OggVorbis-Datei. Damit sich das noch ein bisschen weiter verbreitet. (Der Deutschlandfunk scheint, wenn ich das richtig sehe, seine Bereitstellung von OggVorbis-Dateien offensichtlich wieder eingestellt zu haben.)
(Thomas Wiegold)







