Wie hältst du’s mit der Religion fragt Margherita (links) hier ihren neuen Bekannten Henrico, bei einer Disco-Veranstaltung (in Auerbachs Keller?). Faust-Opern (und Filme! Und Musicals!) kann man ja gar nicht genug haben. Mefistofele von Arrigo Boito erzählt einige etwas willkürlich ausgewählt wirkende Passagen aus dem Leben des hart arbeitenden bekannten dämonischen Geists, der stets verneint (rechts), der hier zu allem Überfluss von einem absurd bombastischen Engelschor schickaniert wird, beim Versuch, den vergleichweise abgeklärten Doktor zu verdammen. Es ist nicht die subtilste Fassung (und Àlex Ollés Inszenierung als Großspektakel tut das ihre dazu*), aber es gibt sogar noch ein bisschen Faust II (wenngleich auch stark verknappt): die schöne Elena, und es spielt nicht in Ungarn wie der Berlioz.