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Alice ist blond
Ich bekomme immer mehr Bauchschmerzen, wenn ich an mein neues superduperinternetundallesmitsosseundscharf-Telefonwunderland denke.
Alice ist anscheinend wirklich verfügbar, aber es war mir nicht möglich, Alice über Webinterface zu bestellen, weil das Wurstformular meine Hausnummer nicht anerkannt hat. Okay, vielleicht ist 'i' als Hausnummernzusatz auch eher ungewöhnlich, aber doch eigentlich kein Grund, es auszuschliessen?
Also per Telefon. Da braucht man Tonwahl, um an die richtige Stelle zu kommen. Unsere komischen Alcatelsystemtelefone haben diese Funktion irgendwo versteckt, jedenfalls nicht spontan auffindbar. Also warten, bis der Sprachcomputer fertig gesabbelt hat - na gut. Die Bestellung ist dann glatt gegangen, Alice begann, mich per Mail und SMS vollzutexten.
Neulich kam dann auch mal ein Brief - für den Test der Telekomiker müßte ich dann mal in der Zeit von 8:00 bis 17:30 Uhr zuhause sein, damit der alles durchmetern kann. Auf meine erstaunte Anfrage per Telefon, ob ich dafür wirklich einen kompletten Tag Urlaub nehmen müßte, oder ob es nicht ein kleines bißchen genauer ginge, gab es die Antwort: Nein, die Telekom bewahrt dererlei Informationen als gut gehütetes Geschäftsgeheimnis.
Naja, wenigstens haben sie Humor. Da an dem Tag eh mein Raffel aus Berlin einschlägt, nehme ich das mal so hin.
Gestern habe ich versucht rauszufinden, wo denn mein tolles Alice-Hardwareset (nein, keine Gummipuppe) bleibt - also angerufen. Schön durch den Sprachcomputer getippt, und es kam die Ansage, daß man mit dem Handy gefälligst eine Hamburger Nummer wählen soll, die 0800er-Nummer geht nicht aus Funknetzen. Komisch, ging doch aber? Also noch mal ne teure Nummer angerufen, durchgetippert, Ihre vorraussichtliche Wartezeit beträgt über 5 Minuten. Okay, dann später per Festnetz.
Bei diesem Gespräch stellt sich auf meine Nachfrage heraus, daß schon versandt wurde, aber niemand angetroffen wurde, und das Paket wieder zurückgekommen sei. Ich äußerte meine Verwunderung darüber, daß die böse Packstation wieder einen draufgemacht habe, und nicht an ihrem Ort gewesen sei.
Wie, Packstation? Das können wir nicht machen. Ahja. Ich bitte darum, die Adresse vorzulesen, und richtig: Das ist Packstation 114, PLZ Hamburg. Na, geht doch. Ja, aber das können wir nicht machen!. Warum mir das niemand bei der Auftragsannahme gesagt hat, bleibt schleierhaft, aber es geht irgendwie nicht. Ich rege mich entsprechend auf, und frage nach einer Alternative. Die Nachbarn können... und wenn nicht? Ich bin dann wieder am Rennen, oder? Nein GLS gibt beim Nachbarn ab, oder nimmt wieder mit.. Aaaah, GLS. Okay. Die können nicht an eine Packstation liefern, das leuchtet mir ein. Klar, wenn man gegen die Telekom anstinken will, muß man sich auch gleich aller Exschwestern wie Deutsche Pest entledigen - eine nachvollziehbare Strategie. Aber warum weiß das die Auftragsannahme nicht? Und warum versuchen die Spacken nicht, mich zu erreichen, wenn das Päckchen zurückkommt? Schicken doch sonst ständig SMS.
grumpf
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