Karamea, Neuseeland
Lange Reise
Die Sonne lachte uns am Morgen an und der Wind der letzten Tage war auch viel schwacher. Aber an diesem Tag konnten wir das Wetter nicht richtig geniessen, denn eine 7-stündige Autofahrt wartete auf uns. Wir würden den weiten Weg an die Westküste wagen. Da Berge dazwischen sind, mussten wir einen riesen Umweg fahren.
Den ersten Teil fuhr Pascale und nahm manche Kurve schneller als es Fabian wohl war 😜 Dieser versuchte erst noch etwas in seinem Buch zu lesen, doch nach kurzer Zeit legte er sein Buch zur Seite.
Wir machten Halt bei einem Restaurant irgendwo im Nirgendwo und genossen noch etwas die Sonne, bevor Fabian sich ans Steuer setzte. Dabei traf ein Stein unsere Frontscheibe und ein kleiner Riss entstand auf der Beifahrerseite. Wäre er nur einen halben Zentimeter weiter unten auf das Auto getroffen, hätte er die Scheibe nicht erwischt. Nicht tragisch, aber da es ein Mietwagen war, müssten wir in den nächsten Tagen noch die Firma informieren.
Und jährlich grüsst der Whitebait
Endlich in Karamea angekommen fuhren wir zum ersten Campingplatz. Doch dieser war ausgebucht. Eine Gruppe hatte den ganzen Platz gebucht und so fuhren wir weiter zum Nächsten. Wir hatten zwei herausgesucht, da wir uns nicht entscheiden konnten in welchen wir gehen sollten. Entscheidung abgenommen. Beim Anderen hatten wir noch ein Plätzchen. Als uns alles gezeigt wurde, glich der Aufenthaltsraum einem Altersheim. Wir wurden aufgeklärt, dass die Whitebait-Saison begonnen hatte. Für 3 Monate darf hier dieser kleine wurm-ähnlicher Fisch gefangen werden. Diese älteren Paare kommen jedes Jahr verstreut aus ganz Neuseeland mit ihren Campern angereist. So wurde das grosse Wiedersehen gefeiert. Mit einem riesen Buffet. Wir wurden auch eingeladen um mit ihnen zu essen, aber wir lehnten dankend ab, “mussten” aber für das Dessert zusagen. Hartnäckig diese Senioren. Wir assen also unser Essen und gesellten uns für das Dessert zu den Paaren. So unterhielten wir uns nett mit ihnen und nahmen Kochtipps für diesen Whitbait entgegen (als ganzes mit Ei zu einem Omelette zubereitet 🤢).
Positiv gegen Regen
Am nächsten Morgen sah das Wetter nicht mehr so freundlich aus. Pascale, positiv eingestellt, wünschte sich keinen Regen und Fabian, pessimistisch oder wie er es nennt realistisch, war skeptisch. Ratet mal wer recht hatte. Postitiv denken zahlt sich aus 😇.
Also fuhren wir die Schotterstrasse zu unserem heutigen Ausflug entlang: die Arches. Kaum kamen wir auf dem Parkplatz an, stand schon der erste Weka vor uns. Diesen Kiwi-ähnlichen Vogel kennen wir ja schon aus dem Abel Tasman Nationalpark. So machten wir eine 1,5h Wanderung zu dem Moira Arch. Ein 2m dunkles “Loch” sollte der Einstieg sein.
Etwas vorsichtig kletterten wir hinein und sahen dann die wunderschöne Höhle. Wie eine steinige Brücke über den kleinen Fluss.
Die Gegend ist bekannt für den *Lime Stone*, eine Gesteinsschicht, die sehr leicht durch das Wasser geformt wird. Was auch zu diesen Arches führte.
Unbeschreiblich beeindruckend
Nach ein paar Fotos kletterten wir wieder aus der Höhle heraus und liefen weiter.
So kamen wir zu einem See, welcher durch seine glatte Oberfläche wie ein Spiegel wirken sollte.
Leider wirkte dies durch die Wolken nicht wirklich so beeindruckend. So kehrten wir zum Parkplatz zurück und nahmen einen weiteren Weg für 20 Minuten zur eigentlichen Attraktion, der Oparara Arch. Wie aus einem Film ist auch dies wie eine riesige Brücke über einem Fluss in huntert Metern Höhe.
Es ist wirklich schwer diese mit Worten zu beschreiben, also seht doch am Besten auf dem Fotos selbst 🙈 Ein bisschen wie in Avatar.
Im Dorf wieder angekommen gingen wir in ein Cafe von einem Hotel. Der einzige Ort mit Internet. Ohne dieses ist es schwer, unsere weitere Reise zu planen. Also verbrachten wir sicher eine Stunde, bei einer leckeren heissen Schokolade in diesem Kaffee. Durch den Internetzugang konnten wir auch mit den Strassenassistenten von unserem Van-Vermieter Kontakt aufnehmen. Diese überliess uns die Entscheidung, ob wir weiterfahren oder die Scheibe wechseln wollten. Wir entschieden uns für weiterfahren, war ja schliesslich nur auf der Beifahrerseite und störte nicht beim fahren. Zurück im Camp gab es wieder ein wenig Smalltalk (die Lieblingsbeschäftigung von Pascale 😜) mit den Senioren und dann ab ins Bett. Am nächsten Tag hatten wir nur eine kurze Fahrt vor uns.
pa 04.10.19












