Das Ende der Stromauto-Ära
Und so ging heute eine Ära der Elektroautos zu Ende. Zumindest für uns. Warum? Ich war ein grosser Fan von den fortschrittlichen EV-Autos. Haben wir doch gleich ein paar davon. Auch findet man in meinem Stall nebst einem Hengst mit über 575 PS, auch der eine oder andere Hybrid.
Meine Freude verging aus zwei Gründen. Der erste Grund ist, dass ich mich nicht zuerst gut genug auf den "grünen Aspekt" der Autos informiert habe. Natürlich wusste ich, dass momentan die Batterien ein Sondermüllproblem darstellen, jedoch gibt es dafür bereits nachhaltige Lösungen (Powergrid-Storage). Jedoch stammen die Inhaltsstoffe der Batterien aus sehr problematischen Quellen. Damit untertreibe ich nicht, aber wenn wir jetzt schon ganze Flächen in der Grösse der Schweiz in Chile vernichtet haben für die rund 4% EVs...wie wird es dann herauskommen, wenn wir 25% oder mehr EVs auf den Strassen haben sollen???? Und was ist mit der Kindersklaverei im Kongo? Ich habe das Thema schon mal aufgebracht mit wenig, wenn überhaupt, Interesse meiner Facebook Freunde. Wenn ihr das Video sehen möchtet, dann folgt diesem Link:
Das Zweite Problem erlebten wir mit dem Opel Ampera-e. Ein eigentlich geiles Auto. Sehr toll zum fahren. Doch leider lügt Opel mit der Reichweite. Und zwar nicht gerade wenig. Anstatt 520 km im Sommer, bekommen wir gerade mal so 420 km. Und im Winter anstatt gerade mal so 400 km bekommen wir nur so 270 km. Das Auto hat Ladeprobleme an den Schnellladestationen im In-und Ausland. Und auch nicht selten, sondern sehr viel. Wir wollten dieses Auto gezielt für unsere Fahrten zwischen dem Hauptsitz in Rothenburg, Luzern (wo wir mehrere eigene Ladesäulen haben) und Deutschland (wo wir unsere Filmstudios in den Bavaria Filmstudios haben) einsetzen. Doch damit ist nichts geworden. Es kann nicht sein, dass wir für die rund 350 km mehr als einmal für länger als 50 minuten laden müssen. In Lindau gäbe es eine Schnellladestation für rund 10 Autos. Der Opel sollte da innert 30 min genügend Stromladung haben für den Rest der Fahrt in unsere Studios. Aber das passt nicht. Auch wenn man mit den 130 km/h fährt.
Da hatte Opel Schweiz doch die Frechheit zu sagen, man solle halt im Sommer ohne Klimaanlage und im Winter ohne Sitz-und Lenkradheizung fahren. Also im Sommer bei 30° Celsius verschmachten wir und im Winter frieren uns die Hände ab. Wenn Opel uns schon ein 60'000 Franken teueres Luxusauto verkauft, dann wollen wir den Luxus auch gebrauchen.
Nun... so leid wie es uns tut, aber wir "fahren mit den Elektroautos" zwischenzeitlich ab. Der Opel Ampera-e haben wir schon eingetauscht und wenn jemand Interesse hat am Renault Zoe soll er sich bei mir direkt melden. Schade... aber Elektroautos werden wahrscheinlich nie die richtige Lösung sein, sondern Wasserstoff (Fuel Cell) Autos. Die sind ab 2020 auch im Handel. Bis dahin... tschüss...











