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Dieser Beitrag ist mit freundlicher Genehmigung kopiert und hier geteilt worden, um auf das Thema aufmerksam zu machen und, bald sind Wahlen in Bremen, darauf einzuwirken, das sich unsere Politiker endlich einmal für diejenigen stark machen, die sie gewählt haben, die Bürger. Der Originalbeitrag ist geschrieben von einem Barmixer des "Eisen", einer der kleinen, urigen und gemütlichen Kneipen im Bremer Steintor- und Ostertor-Viertel (im folgenden Viertel genannt, unter dem die Gegend auch bekannt ist). Teilt diesen Beitrag weiter an eure Freunde, denn das Thema ist einfach zu wichtig und geht alle an, die im Viertel leben, einem Stadtteil mit einer kulturellen Vielfältigkeit und Lebendigkeit, wie es sie wohl kein zweites Mal in Bremen gibt, ähnlich der Schanze in Hamburg. Beitrag des Eisen Bremen Vielleicht werden ein paar Clubbetreiber dazu in den nächsten Wochen noch eine eigene Seite erstellen, die dann massenhaft geliked werden kann, damit die Politik sieht, dass dies ein relevantes gesellschaftliches Thema und nicht unbedingt nur das isolierte Problem von und mit ein paar Gastronomen (und ihren Keepern, DJs, Putzleuten...). Vielleicht wird es irgendwann auch ganz analog eine Unterschriftenliste geben... Hier nun der Text… DAS IST JETZT AUSNAHMSWEISE MAL WIRKLICH WICHTIG: Schon fast 3 Generationen von Bremern kennen es nicht anders… tagsüber im Litfass beim Kaffee dem Treiben auf der Straße zuschauen, abends zur Happy Hour in die Capri Bar oder ins Rumbumpers, anschließend zum Konzert ins Lagerhaus, weiter in die Eule und vielleicht auch noch nen Schnaps im Eisen. Ob 20 oder 60 Jahre auf dem Buckel – das Viertel hat mit all seinen Kneipen, Clubs, Cafés und Kulturzentren viel dazu beigetragen, uns zu den Menschen zu machen, die wir sind und prägt das, was wir unter Leben (und leben lassen) verstehen. Man ist nur zu geneigt zu denken, dass es immer so weiter gehen wird. Wir alle kennen es ja nicht anders. Weder die Zwanzigjährigen noch die Sechzigjährigen! Und doch sind all die teils seit Jahrzehnten inhabergeführten Läden, die sich zudem nicht in Konkurrenz zerfleischen, sondern in gegenseitigem Respekt oder gar Freundschaft dem Viertel Leben einhauchen, ein einziger (wunderbarer) Anachronismus. Verdammt, bei uns im Eisen sitzen schon die erwachsenen Kinder am selben Tresen, an dem sich ihre Eltern Anfang der Neunziger kennen gelernt haben!!! In der Eule werden es wahrscheinlich schon die Enkel sein. Manch ein cosmopolitaner Geist mag das für piefig halten… aber es steht doch für eine verlässliche Konstanz an subkulturellem urbanen Leben, um das uns die Menschen im Schanzenviertel oder Prenzlauer Berg mittlerweile längst beneiden werden… aufrecht erhalten mit dem Herzblut einer Menge Musiker, Künstler, Gastronomen… und Euch! Doch das Viertel wie wir es kennen, ist kein in Stein gemeißeltes, subkultuerelles Grundrecht. Und kaum einer erkennt die Gefahr, wie Mosaiksteinchen für Mosaiksteinchen all das wegbricht, was das Viertel ausmacht. Von Weitem mag das Bild noch zu erkennen sein, doch wenn man näher ran geht, erkennt man schon klaffende Lücken. Das Viertel erstickt an seiner Attraktivität. Die WG’s ziehen notgedrungen weg und die schönen altbremer Häuser werden zu einem schicken, grundsanierten Spekulationsobjekt mit Wertsteigerungsgarantie. Ich bin seit Ende der Achtziger Barkeeper im Viertel und habe wahrlich heftigere Zeiten hier erlebt, als das, was wir heute als problematisch ansehen. Es gab immer Konflikte. Doch sie wurden meisten lösungsorientiert angegangen und irgendwie konnten am Ende alle mit dem gefundenen Kompromiss leben. Der Zeitgeist hat sich verändert. Die Menschen, die hier leben wollen, haben sich verändert. Die Gastronomen, die den Künstlern und Musikern oft überhaupt erst die Bühne schaffen, auf der urbanes kulturelles Leben entstehen kann, sind geblieben. Doch die meisten von ihnen sind ausgebrannt. Eine neue Generation von Nachbarn ist nicht mehr am Dialog interessiert – sie führen (man muss es wirklich so nennen) einen Vernichtungskrieg. Sie beklagen sich nicht über einzelne Aspekte des Ladens in ihrer Nachbarschaft, welche ihrer Meinung nach verändert werden müssten. Nein, sie wollen, dass der Laden an und für sich verschwindet! Ausgestattet mit viel Zeit und destruktiver Leidenschaft, flankiert von darauf spezialisierten Anwälten, suchen und finden sie absurde Lücken in Verordnungen und Gesetzen, die dem Stadtamt (ohne den nötigen politischen Willen und Rückhalt) scheinbar keine andere Wahl lassen, als den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen und viele der Euch so vertrauten Läden mit Verboten zu belegen, die selbst die elementarsten ökonomischen Grundlagen in Frage stellen. Alles isoliert betrachtet sicherlich juristisch abgesichert – aber in der Summe wird es dazu führen, dass das Viertel in absehbarer Zeit zu einem reinen Wohnfriedhof für Wutwohnbürger degeneriert sein wird! Wir sind im Spätherbst dieser Entwicklung und hinterher machen alle ungläubig dicke Backen. SO hat das ja keiner gewollt. Aber auch keiner verhindert. Und die Betreiber der von Euch so geschätzten Läden kämpfen jeder für sich einen zermürbenden Kampf gegen entfesselte Nachbarn und tatenlose Entscheidungsträger. Wir brauchen Euch! Die handelnden Personen müssen begreifen, dass sie nicht „nur“ ein paar wirtschaftliche Existenzen und manchmal gar Lebenswerke zerstören, sondern damit auch die kulturelle Welt und das soziale Miteinander von tausenden Menschen! So oft hören wir Gastronomen, dass unsere Läden quasi Euer Wohnzimmer sind! Lasst Euch diese Räume nicht nehmen (und Euch ins Schlafzimmer verschieben – zumindest nicht aus DIESEM Grund „smile“-Emoticon ). Fragt die Menschen, die Ihr im Mai in die Bürgerschaft wählen sollt, ob und wie sie die kulturelle Vielfalt der Stadt erhalten wollen oder ob sie zulassen wollen, dass Bremen sich zu einem provinziellen Schlafstädtchen entwickelt, dem dann mit Sicherheit auch die Studenten wegbrechen werden. Haltet Augen und Ohren offen und bezieht Stellung, wenn ein Laden akut von der Schließung bedroht ist. Informiert Eure Freunde und wenn Ihr mögt, dann teilt dieses kleine Pamphlet. PS: Ich schreibe vom Viertel, weil ich ein „Kind“ dieses Stadtteils bin. Aber diese Entwicklung findet in ähnlicher Dynamik genauso in anderen Stadtteilen wie z.B. der Neustadt statt!
Außer der Schleifmühle, Kreuzung Schwachhauser Heerstraße
Fedelhören, Ostteil
Fedelhören, Westteil, Nähe Rembertiring
Kohlhökerstraße, Ecke Rutenstraße.
Man sieht, wie zwei Personen auf dem verbleibenden Meter Gehweg versetzt hintereinander laufen müssen, während für leere Autos, die genug Platz auf der Fahrbahn hätten, illegal ein Meter Gehwegbreite in Anspruch genommen wird.
Kohlhökerstraße, ein Stück weiter ostwärts
Kohlhökerstraße, Ecke Vasmerstraße.
Wenn also auf der Fahrbahn das Parken verboten ist, stellt man sein Kraftfahrzeug eben routinemäßig auf dem Gehweg ab. Dazu fallen uns nur vier Dinge ein: §1(2) StVO, §2 (1) StVO, §12 (4) StVO, Führerschein abgeben und zur Nachschulung.