Pappmachee: Gebrauchsanweisung
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Figuren aus Pappmachee sind sehr stabil, sehr leicht, viel unempfindlicher als Gips, auch dünne, lange, abstehende Formen sind möglich.
Papier zerkleinern! Ich nehme Zeitungspapier und zerkleinere es in einem Aktenvernichter, weil ich große Mengen brauche. Dann das zerkleinerte Papier einweichen, nur soviel Wasser nehmen wie nötig. So kann man es ruhig eine Weile stehen lassen, “einsumpfen” lassen.
Dann mit einem Mixer (Bohrmaschine mit Farbmixer) jeweils kleinere Portionen gründlich bearbeiten, bis es eine graue, gleichmäßige Masse wird, ein homogener Brei. Und dann diesen Brei noch mal durchmixen, diesmal mit einem Zusatz an Pigmenten, muss man nicht, kann man aber, mit einer Farbe, in der man hinterher die Skulptur sehen will. Ich hab da schon so verschiedenes ausprobiert: macht Spaß! Vorteil der Färbung: das Endergebnis hat durch und durch dieselbe Farbe, man kann es dann auch schleifen.
Diesen (eingefärbten) Papierbrei kann man beliebig lange stehen lassen, es lohnt sich also gleich eine größere Menge fertig zu machen. Der wird nicht schlecht, auch wenn er anfängt modrig zu riechen, das macht nichts, wenn er getrocknet ist, ist der Geruch weg.
Von diesem fertigen Brei nimmt man eine kleine Portion, die wird jetzt mit Kleister (Tapetenkleister, Holzleim, ...) gemischt und verbraucht. Wenn der Pappmachee-Brei mit Kleister gemischt ist, muss man ihn sofort aufbrauchen, auf jeden Fall innerhalb 24 Stunden, danach müsste man sonst erneut Kleister drunter mischen.
Die Skulptur braucht ein Gerüst!
Je nach Größe und Form aus Draht oder Baustahl, oder was auch immer, Holz geht auch gut. Bei Draht und Baustahl ist das erste Antragen des Pappmachee etwas schwierig, am besten nur eine dünne Schicht antragen, die trocknen lassen (das dauert!). Wenn die erste Schicht trocken ist, ist das weitere Antragen viel leichter!
Und dann? So lange in Schichten Pappmachee antragen, bis man die gewünschte Form hat. Merke: dünne Schichten reißen nicht, dicke Schichten reißen. Da hilft nur: Selber ausprobieren! Wenn die fertige Figur eine glatte Oberfläche haben soll, kann man sie schleifen (Sandpapier, Raspel, ...)
Papermachee: directions for use (excuse my bad english!)
Reduce the paper to small pieces, newspapers are good for it. Then soak it in water. It is helpful when you let it stay for some time, it gets swampy, that’s good. Then you mix it to a homogeneous pulp, and thereafter you can mix it once more, this time with colourpigments. I tried different colours and enjoied it.
In this state you can keep it for long time, so it is useful to have it in stock. When it smells musty, don’t care, it still has good quality and after it is dried, it does not smell anymore.
For to use it,you take a small portion of it and mix it with some paste (paste for wallpaper or for wood or other) this pasted papermachee you have to use at once, it can not stay longer than 1 day, otherwise you have to add new paste.
Now to your sculpture: it needs a frame for the application of papermachee. If you make a frame with wire or steel (as I do), it’s quite difficult to fix the first layer of papermachee on it, make a thin layer and let it dry, after the first layer is dry, it’s much easier to go on. Make the shape you want, but notice: thick layers will crack while drying, thin layers don’t ! Good Luck!