Und wieder mal einen 2011er, um die Verfassung der Weine aus dem vielbesagten „Gastronomiejahrgang“ näher zu betrachten. Nun ja, da dürfen sich Gastronomie und Privatkonsument zu gleichen Teilen freuen. Auch Pascals Weine zeigen sich von einer enorm schönen Seite zu diesem Zeitpunkt.
Was ist den ein gastronomiefreundlicher Jahrgang? Ich schätze mal Weine, die relativ früh zugänglich sind und dem Gast dadurch Genuss bereiten, ohne dass der Betrieb, der die Weine erworben hat, sie noch lange lagern muss. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Nun, das ist es bei Pascals Weinen meiner Meinung nach ja immer.
Dieser Vosne-Villages leuchtet in festem dunkelm Rubin im Glas. Die Nase ist von Beginn an betörend. Da ist enorme Tiefe und komplexe Art olfaktorisch bereits spürbar. Eine exotische Komponente in Form asiatischer Würze, Johannisbeere, Kirsche aber auch Veilchenanklänge.
Der Gaumen wird getragen von einem Frischegefühl, wie es nur die besten Weine in Vosne-Romanée zu vermitteln vermögen. Umso besser, dies schon auf Village-Level bei den Weinen Pascals antreffen zu dürfen. Aber die präsente, gut eingebundene Säure vermittelt mir den Eindruck, dass dieser Wein trotz seiner frühen Zugänglichkeit noch ordentlich Leben vor sich hat. Die Länge ist beachtlich im Abgang.
Tag 2: mit Luft und Zeit noch besser
Mit dem zweiten Tag an der Luft erreicht der Wein ein weiteres Level an Komplexität, wird runder, verliert aber kein bisschen an Frische! Es ist immer wieder ungemein beeindruckend, wie junge Burgunder trotz ihrer Bekömmlichkeit und Frische mit Luft und Zeit dazu gewinnen. Ich habe den Eindruck, dieser Wein wird wiederum tiefer in der Wahrnehmung, hat aber dennoch viel Energie und ein weites texturiertes Gefühl zu bieten. Ein wunderbarer Trinkfluss, der hier animiert wird und einfach Freude bereitet. Pascal, gerne mehr davon!
Wer Pascal und die Domaine und Pascal Mugneret nicht kennt, kann sich hier noch informieren