Paulinerkirche Leipzig
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Paulinerkirche Leipzig
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Ein Nürnberger Patrizier in Leipzig- Leonhard Ölhafen von Schöllenbach und die Reformation
Von Daniel Thalheim
Die Leipziger Ölhafenstraße ist nicht lang. Sie reicht von der Georg-Schumann-Straße bis zum Schillerplatz. Sie liegt nördlich vom Naherholungsgebiet Auensee und südlich vom Bahnhof Wahren. Die von Vorgärten, Gründerzeit und Straßenpflaster geprägte Straße hat aber nichts mit einem Hafen zu tun, wie der Name vielleicht den Gedankenfloh springen lässt. Die Geschichte reicht ganz woanders hin.
„Volckreich“ war die Zusammenkunft im Juli 1609 in der Leipziger Thomaskirche. Die ehrenvollen Herren versammelten sich ebenso in der ehemaligen Augustinerchorherrenkirche wie ihre Ehefrauen. Die Leipziger, die nicht mehr in das Kirchenschiff passten, verfolgten draußen das Geschehen. Der Grund für den Auflauf war das Ableben eines Leipziger Ratsherren und Bürgermeisters der Stadt – Leonhard Ölhafen von Schöllenbach. Abkömmling jener Schöllenbachs, die aus Nürnberg nach Leipzig kamen und wie sein gleichnamiger Vater Leonhard Ölhafen von Schöllenbach d. Ä. auch in Breslau Geschäften nachgingen. Leonhard Ölhafen von Schöllenbach d.Ä. war in Breslau Ratsherr und lebte von 1513 bis 1560. Leonhard Ölhafen von Schöllenbach d. J. wurde 1609 in Leipzig ein Epitaph gesetzt. Davon verkündet noch ein 1679 erschienenes Buch, das die Inschriften der Pauliner-, Thomas-, Nikolai- und Johanniskirche samt Friedhöfen dokumentiert und von Salomon Stepner in zwei Auflagen herausgegeben wurde. Beerdigt wurde der gebürtige Nürnberger wahrscheinlich auf dem Leipziger Johannisfriedhof. Jenem im ausgehenden 13. Jahrhundert gegründeten Gottesacker des Johannishospitals für die Leprosen, der 1536 per Erlass von Herzog des Bärtigen zum Stadtfriedhof umgewandelt wurde und seitdem von den Leipzigern bis zu seiner Schließung 1884 über 250.000 Bestattungen fasste.
simulacrum and the paulinerkirche.
Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli
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The Paulinerkirche, Leipzig