Nimm meine Hand, zieh dich an, wir wollen tanzen gehen, Marie.
Judith Holofernes - Pechmarie

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Nimm meine Hand, zieh dich an, wir wollen tanzen gehen, Marie.
Judith Holofernes - Pechmarie
tatort 625: pechmarie, hendrik handloegten 2006
“Nimm meine Hand, zieh dich an. Wir wollen tanzen gehen, Marie.”
Diese mystische Göttin ist unter vielen Namen bekannt, im Alpenraum unter Percht, Berchta oder Berta. Der Legende nach wohnt sie im Holunderstrauch. Dieser wiederum hat seinen Namen vom altdeutschen holuntar und bedeutet Baum der Frau Holle. Auch in Orts- und Straßennamen findet sich die Percht wie beispielsweise in Perchtoldsdorf, Berchtesgarden (der 'Garten der Percht'), Hollabrunn (Brunnen der Holle), die Prechtlgasse und der Schwarzenbergplatz (Platz der schwarzen Percht) in Wien; im Wappen der oberösterreichischen die Stadt Perg zeigt sogar die alten Farben der dreifaltigen Göttin (weiß, rot, schwarz).
In Sagen tritt sie häuft im Zusammenhang mit toten Seelen auf oder holt die Seelen der Sterbenden zu sich. Als Wintergöttin tritt sie in den Raunächten zwischen 25. Dezember und 6. Jänner in Erscheinung. Sie steigt von den Bergen ins Tal herunter, wo sie aufgrund ihres ausgeprägten Gerechtigkeitssinn nach dem Rechten sieht. Dabei greift sie auch zu drastischen Mittel und braust mit ihrem Wilden Heer wie ein Sturm durch das Land. Freche oder brutale Männer bestraft sie auf ihren Touren, reißt Zäune und Bäume nieder oder lässt Fenster zerspringen. Betrunkene erschreckt sie zu Tode oder stößt sie in den Straßengraben.
Aber Frauen und Kinder beschützt sie.
Die Spindel wird ihr als Attribut zugeordnet, was sie als alte und mächtige Göttin ausweist. Sie kommt daher auch in europäischen Märchen oft vor, wie z. B. in "Dornröschen" oder "Pechmarie und Goldmarie"
Sie war auch Wegweiser in früheren Zeiten, was das Verhalten am Höhepunkt der kalten Jahreszeit angeht. In den Raunächten durfte nicht gewaschen, gesponnen, gewebt geputzt - sie sorgte somit Schutzgöttin der Frauen dafür, dass die Frauen ein Zeit der Ruhe hatten.
Manchmal findet man noch den schönen Brauch, dass für die Percht und ihr Gefolge Speisen wie Milch oder Hirsebrei in Raunächten ins Freie gestellt werden. Waren die Schüsseln am nächsten Morgen leer gegessen und getrunken, wurde als gutes Omen für Haus und Hof gedeutet. Die Percht in Form der Frau Holle gilt nämlich auch als Beschützerin von Haus und Hof und deren Bewohnern. Man konnte Frau Percht auch nächtens mit den Ärmsten von Haus zu Haus ziehen sehen, wo sich diese satt essen konnten.
Wer einen Hollerstrauch - ihren Wohnort - umschneidet zieht sich ihren Zorn zu.
Märchen von Ludwig Bechstein Es war einmal eine Witwe, die hatte zwei Töchter, eine eigene Tochter und eine Stieftochter; beide hießen Maria. …
Es war einmal eine Witwe, welche zwei Töchter hatte, die eigene Tochter u. eine Stieftochter. Beide hießen Maria. D i e eigene Tochter hielt nicht viel von gut u. fromm, dagegen lebte die Stieftochter ganz bescheiden und sittlich. Sie hatte aber gar viele Kränkungen und Zurücksetzungen auszuhalten
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