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Eine der Hütten ist etwas weniger belebt. Der Glühweinduft schwängert zwar auch dort die mit Waffeldampf und Zigarettenrauch angereicherte Luft, ist aber weniger dominant. Wir nippen am Glühwein, wie man eben am Glühwein nippt. Langsam. Zu heiß. Etwas unwohl am Rande der Masse verhalten wir uns wie gewohnt unauffällig auffällig. Die Idee, dass einen alle Menschen mustern und durchleuchten sitzt tief. Endlich kommt Merle. Und mit ihr der Hauch Offenheit, den man an/für diesen Ort benötigt.
„Hey, da seid ihr ja! Warum steht ihr hier abseits? Kommt, wir gehen zu meinen Mädels..“
Ohne eine Erwiderung abzuwarten stampft Merle los. Und wir hinterher. Was sollen wir auch anderes tun? Unbehagen beschleicht uns, als wir in die Menschenmenge eintauchen und immer mehr von ihr verschlungen werden. Das laute Lachen einer geschminkten Frau, verbunden mit den kalten dazugehörenden Augen lassen mich schaudern. Auch Bene fühlt sich sichtlich unwohl. Schließlich erreichen wir Merles Stand und grüßen alle freundlich. Man kennt sich. Als weibliche Fußballmannschaft ist man auf dem lokalen Weihnachtsmarkt auch ein kleines Kuriosum. Wir tauen etwas auf, als wir mehr von dem mittlerweile lauwarmen Glühwein trinken. Zwei der Mitspielerinnen geben sich einen liebevollen Kuss. Der Alte neben mir versteift sich und nimmt noch einen großen Schluck seines Glühweins.
„Guten Abend! Gehören Sie zu Merle?“ Eine der beiden Liebenden wendet sich direkt an den Alten. Merle reagiert am schnellsten.
„Ja das sind Freunde von mir! Die Beiden kennt ihr ja schon.“
Erneutes freundliches Nicken. Gefolgt von unbehaglichem Schweigen.
Nach zwei weiteren Glühwein jedoch, stecken wir mitten in der Spielanalyse. Der Alte entpuppt sich hierbei als großer Mann des Fachs und füllt die Lücken, welche Bene und ich nur unzureichend abdecken.
Man verabschiedet sich. Es ist kalt geworden. Die Bank ruft. Und wir folgen. Mit Merle. Die hell erleuchteten Häuser ringsherum sind unser Flutlicht. Und wir die einzigen Spieler. Dementsprechend ist es leicht zu gewinnen. Nach 10 Minuten nehme ich den ersten Zug. Dieses Spiel hätten wir dann also gewonnen.











