darsteller: deleila piasko, joelle witschi, nicola perot, louis krähenbühl,
rafael moergeli, peter girsberger
musik: michael duss, christian schlumpf, martin skalsky
mia leidet unter ihrer verlorenen liebe, kommt nicht damit zurecht,
dass sie von der liebe ihres lebens sitzengelassen wurde. laura,
ihre schwester hat solch eine situation bereits hinter sich und will
sich auf liebe garnicht mehr einlassen - schleppt lieber jungs in der
zusammen schwören sie, sich an den jungs zu rächen, die allesamt
nur arschlöcher seien und suchen sich auf einem dating-portal
ein paar opfer aus, von denen sie meinen sie würden sowieso bei
niemandem landen. leichte beute.
der plan ist sie dazu zu bringen sich in mia zu verlieben, die sie dann
aber fallenlässt, sobald es soweit ist. mia, das opfer, will zu mia, der
ihr opfer ist letztendlich timo, der sich auch schnell in mia verliebt -
das problem ist nur, dass auch das mädchen gefühle entwickelt, denn
sie hat den glauben an die liebe im gegensatz zu ihrer schwester noch
nicht verloren. kann aber laura zulassen, dass mia sich wieder in eine
die geschichte klingt nach einem kleinen jugendlichen liebesdrama und
könnte es auf den ersten blick auch sein, doch nicht umsonst vereint
dieser film drei timos in einem einzigen und umgekehrt.
es gibt einige schlüsselszenen, die verraten, worum es in diesem film
eigentlich geht - um vorbestimmung oder den freien willen des
menschen so zu handeln wie er es will, die möglichkeit, das
verschiedene menschen bis zu einem bestimmten zeitpunkt das exakt
gleiche leben führten, doch eine bestimmte situation sie doch dazu
bringen würde jeweils eine andere entscheidung zu treffen oder eben
nur eine vorbestimmte entscheidung.
eine thematik, die man bereits aus tykwers lola rennt kennt, die aber
nicht in einem so actiongeladenen film endet, sondern
bedeutend nachdenklicher und bedrückender den schicksals-, zufalls-,
oder freier-wille-gedanken beleuchtet. liebe, hass, rache und
vergebung, sind die antonyme menschlichen gefühls, die dieser film
überdeutlich zeigt und deshalb den zuschauer mitnimmt in dieses
wechselbad der gefühle. allein diese darstellung des menschseins
macht boys are us schon sehenswert.