kunst.punkt.ende.
500 jahre kunst (aber lustig)
sachbuch von verity babbs
erschienen 2026
im dorling kindersley verlag
isbn: 978-3-8310-5255-4
(von tobias bruns)
noch ein buch über die kunstgeschichte? an sich kann es ja nie genug davon geben, denn meistens verfolgen alle einen neuen ansatz, auch wenn es letztlich um dasselbe geht. verity babbs herangehensweise ist es zehn passende fragen zu den behandelten kunststilen zu stellen und diese dann auch zu beantworten. sie stellt die fragen, sie kennt die antworten. das exerziert sie durch mit fünfzig verschiedenen stilen angefangen mit der renaissance, über impressionismus, die nabis, dada, pop-art, bis hin zu den young british artists... die erste frage ist immer die gleiche: was war ...? dazu immer eine kurze, knackige antwort. die weiteren fragen sind dann eher stilspezifisch bis dann am ende jedes kurzkapitels drei wichtige künstler und drei wichtige werke aus dem jeweiligen stil, bzw. der epoche vorgestellt werden.
sehr gut gelungen ist ganz eindeutig die knackige antwort auf die erste frage jedes kapitels - ein wirklich ganz eindeutiger satz darüber, worum es im jeweiligen stil geht. schwieriger wird es bei anderen fragen und deren antworten, die wie die 3 wichtigen vertreter und werke sehr willkürlich ausgewählt sind, wobei es natürlich legitim ist, wenn die autorin die für sie wichtigen vertreter/innen benennt. doch was die fragen angeht, so sind diese teil so spezifisch, dass man sich in der kunstgeschichte schon ganz gut auskennen muss, und darum geht es meinem verständnis nach in diesem buch an sich garnicht, es sollte doch eher für neugierige "neukunstinteressierte" sein... dann fragt man sich auch, warum man wissen wollen sollte, wie die bauhaus-künstler/innen rochen... wahrscheinlich fällt dies dann aber in die kategorie "(aber lustig)" vom cover. nicht alle fragen verfangen und vermitteln auf eine weise den stil, als das man später schlauer ist... - das war kritikpunkt eins. kritikpunkt zwei ist dabei dann noch bedeutender, den trotz "lustiger" und vieler illustrationen das ganze buch hindurch, können diese nur selten den stil oder die epoche wirklich passend darstellen. ein buch über die geschichte von kunst komplett ohne die abbildung von kunstwerken oder zumindest einem qr-code mit einem link zu den bildern ist schwer bedenklich. klar kann mann jedes bild googeln, aber wer macht das schon, wenn man beim lesen ist... schade - ein etwas enttäuschender punkt...













