Der neue linke Spießer betrachtet Gegenwart und Vergangenheit mit puritanischem und polizeilichem Blick und genießt es, unablässig den Wuchs der Diskurshecken zu prüfen, mit der Gartenschere in der Hand.
Der Wissenschaftler Jan Freyn in Reaktion auf eine Kontroverse, die durch eine Kolumne der taz-Autorin Hengameh Yaghoobifarah ausgelöst wurde. Hengameh hatte darin zum Ausdruck gebracht, was sie von der Polizei hält: nicht viel. Daraufhin entstand auf Twitter ein großer Streit, an dem alle möglichen Leute beteiligt waren: die politische Mitte, das linke Lager und die Konservativen. So wie ich ihn verstehe, schreibt Freyn sinngemäß, die sogenannten Linksliberalen seien elitär und nicht selbstkritisch genug in ihren Tweets.













