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Goldenes Posthorn auf dunkelblauem Untergrund: Ärmelabzeichen der Deutschen Post der DDR. Die zuerst angeschafften Dienstränge und Uniformen wurden Ende der 1950er Jahre wieder eingeführt.⠀ ⠀ Golden posthorn on dark blue background: sleeve flash of the Deutschen Post der DDR. The first abolished ranks and uniforms were brought back in the end of the 1950ies. ⠀ ⠀ #ddrmuseum #ddrgram #instamuseum #instacollection #ddr #gdr #museum #berlin #aufnäher #post #posthorn #uniforms #emblem /ms (at DDR Museum)
Hättet Ihr gedacht, dass das Logo der Post - das Posthorn - eigentlich aus der Fleischerbranche kommt? Und das es eine "Metzgerpost" gab? Alles fing im Mittelalter an, als....
Einen Postkutscher nannte man den Fahrer bzw. Lenker eines von Pferden gezogenen Boten- oder Postwagens.
‘Historischer Postwagen’
Von anfänglich einfachen Kastenwagen für Postsendungen wechselte man zu Transportkutschen mit mehr oder weniger großer Fahrgastkabine, um die zusätzliche Mitnahme von Personen zu ermöglichen.
‘An English Stagecouch’ [Randolph Caldecott]
Im Jahr 1657 nahm in England eine der ersten Postkutschen ihren regelmäßigen Betrieb auf; sie fuhr von Chester nach London und wieder zurück.
Etwa zur selben Zeit kann man auch den Beginn des regulären deutschen Postverkehrs sehen. So konnte man ab 1660 bspw. von Leipzig nach Hamburg einen Geburtstagsgruß versenden, statt sich selbst auf eine beschwerliche Reise machen zu müssen.
Neben Briefen und Paketen transportierte der Postkutscher nun auch Passagiere, was damals lustigerweise P e r s o n e n p o s t genannt wurde. Das erhobene Beförderungsentgelt kann nicht unerschwinglich hoch bemessen gewesen sein, denn Bilder bezeugen, dass sich wohl auch einfache Leute – zumindest ab und an – eine Reise mit einer Postkutsche leisten konnten.
1837
1839
1851
Berufsbezeichnungen
Postkutscher, Postillion, Postillon. (veraltet) Postknecht
Englisch: Französisch: Italienisch: Niederländisch: stage coachman postillon postiglione postiljon Polnisch: Russisch: Slowakisch: Spanisch: poczta woźnica ямщик postilión postilión
verwandte Berufe: Briefträger, Paketbote, Postreiter, Kutscher
1846
um 1850
‘Historische Saarländische Postillione’
‘Historische Preussische Postillione’
‘Historischer Sächsischer Postillion’
1833, Frankreich
1870
1888
um 1900
Frankreich
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Poststationen & Posthaltereien
1616, Augsburg – ‘Außerhalb der Stadtmauern gelegene Poststation mit Posthaus’
1629
‘Szene an einer Poststation um 1855’
Als Poststation (sog. Relais) bezeichnete man seit der Gründung der Post im Jahre 1490 eine an einem P o s t k u r s (auch: Poststraße, Postlinie, Postroute), an der zuerst Postreiter und späterhin auch Postkutscher die Pferde wechselten. Größere Poststationen (Vorläufer späterer Postämter) unterstanden Postmeistern, reine Pferdewechselstationen (Posthaltereien) hingegen den sog. Posthaltern.
Zugleich waren Poststationen die – im Wortsinn – damaligen ‘Bahnhöfe’ für Reisende, an denen sie zu- oder aussteigen konnten.
um 1840, Österreich
um 1840, Österreich
Die Entfernung zwischen den einzelnen Stationen war auf 2 Meilen bemessen. Diese Meilen darf man jedoch nicht streng geographisch nehmen, sondern als eben die Entfernung, die von der Post in 2 Stunden zurückgelegt werden konnte; was freilich maßgeblich von der Beschaffenheit des Geländes abhängig war.
um 1850, Italien
um 1882, Paris
Durch bestimmte Signale mit dem Posthorn kündigten Postreiter wie Postkutscher bereits vor dem Eintreffen auf der Poststation ihre bevorstehende Ankunft an, damit der Pferdewechsel schon vorbereitet und schneller erfolgen konnte.
1850
um 1860
Postkutscher im Dienst
1907
um 1910
vor 1914
um 1915
1928
um 1950
Der Postillon in der Eifel
Es gab aber auch gehobenere Wandergewerbeberufe in der Eifel. An erster Stelle steht hier der Postillon. Vor fünfzig Jahren war er nicht nur ein wesentlicher Bestandteil der damaligen Eifeler Reiseromantik, sondern ein noch wichtigeres Glied in der Eifeler Verkehrswirtschaft. Das Eisenbahnnetz war damals noch recht dürftig ausgebaut, die Querverbindungen zwischen den Hauptbahnstrecken Köln – Trier und Trier – Koblenz und den wenigen davon abzweigenden Binnenstrecken, wurden nur durch Postkutschenlinien hergestellt. Im Auftrage der Postbehörde unterstand der Postkutschenverkehr den Posthaltereien, die, an besonders wichtigen Kreuzungspunkten gelegen, meist größere Bauern- und Fuhrhaltebetriebe mit genügend leistungsfähigem Pferdematerial waren. […]
1923 – ‘Postkutsche im Regen’ [Ludwig Koch]
. .
Postillon – keine leichter Beruf
Im glühenden Sommer ohne jeden Schutz eingepreßt, in seine enge Uniform und seinem bewehrten Helm, im Winter auf seinem Bock den Sturm, Frost und Schneetreiben preisgegeben, war er voll verantwortlich für seine Passagiere und den wertvollen Inhalt des Postsackes. Im Winter war er dazu oft größeren Widerwärtigkeiten und Gefahren ausgesetzt. .
1798 – ‘Postkutsche im Winter’ [Wilhelm von Kobell]
. Mein Vater, der um die Jahrhundertwende Post-verwalter in Daun war, hat mir häufig davon erzählt, wie oft der […] Postwagen nachts auf der eiskalten Höhe von Dockweiler im Schnee stecken blieb. Da mußte der brave Postillon den Postsack schultern und durch den Schnee zum nächsten Dorf waten, dort das Postamt in Daun anrufen, das wieder die Posthalterei alarmierte und dann mit einem leichten Schlitten der bedrängten Postkutsche entgegenfuhr. Wenn es Not tat, […] mußten sogar die Bauern aus dem Schlaf geweckt werden, um die eingeschneite Postkutsche wieder freizuschaufeln. . Im Sommer konnte es dafür aber auch um so schöner für den Postillon sein. Da konnte man das Posthorn erklingen lassen, da gabs auch oft ein kräftiges Trinkgeld von den Beamten und Reisenden, da fühlte man sich, wenn man durch die Dörfer fuhr, so recht erhaben auf dem hochthronenden Bock, wenn die Mädchen an den Strecken keck emporschauten und macher frohe Winkegruß hin- und herging. – Das alles ist heute dahin. Vor wenigen Jahren hat man oben in der Vulkaneifel den letzten hochbetagten Eifelpostillon begraben. […]
. [Dr. Viktor Baur: ‘Ausgestorbene Eifelberufe’ – Eifel-Kalender 1955]
Postkuschenromantik
um 1860
um 1880, England
1864
um 1900, Österreich
um 1900
1928
um 1920
um 1930
Wenn einer eine Reise tut …
um 1880
… dann kann er was erzählen
Das Reisen mit der Postkutsche muss jenseits aller Romantik eine ziemlich anstrengende Angelegenheit gewesen sein und setzte – wie berichtet ward – vor allem »gute Leibeskonstitution und christliche Geduld« voraus.
Die meisten Straßen waren schlecht oder gar nicht gepflastert, so dass die eng beieinander sitzenden Passagiere in den ungefederten Kutschen bei jedem Schlagloch durcheinander gerüttelt wurden. Außerdem waren sie den oft als raubeinig beschriebenen Postillionen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.
um 1850, Dänemark
1874, Schweiz
1901, Texas
Dies & das
Humor
1810, Frankreich
um 1818, Frankreich
um 1880
um 1825
um 1900
Lieder
. Fahr’ auf der Post, frag’ nicht was ‘s kost’t Spann’ die Gedanken ein, ich will der Postknecht sein; Denn es ist Zeit und ist mir leid: Denn, die mich herzlich liebt, die ist sehr weit. Postknecht, feh’ wacker drauf, du wirst schon wissen auch, Was Postknecht’s ist Gebrauch. Trararara nur brav geblasen! Es soll ein Trankgeld sein vor dich allein, Wenn ich bei mei’m Vergnügen werd’ sein.
Schlad’ auf die Pferd’, weil ich’s begehrt, Setz an die Sporn und reit, wir müssen heut’ noch weit: Denn, die mich liebt, ist sehr betrübt. Ich muß heut’ bei ihr sein, so hab’ ich Freud’. Laß schießen deinen Zaun, ob gleichfalls steht der Schaum Nebst deinem Sattelbaum. Trararara nur brav geblasen! Daß es brav schallt, wir seh’n gar bald Das grüne Städtchen im grünen Wald.
‘Die Ankunft der Postkutsche’ [Georg Hemmrich]
Ei was ist das? Da seh’ ich was; Da kömmt die Liebste mein, zu lindern meine Pein. Spring auf, mein Herz, vergiß den Schmerz, Nach der Betrübniß folget Scherz. Du mußt schon wissen auch, was Postknecht’s ist Gebrauch: Trararara nur brav geblasen! Da kömmt mein Kind, Postknecht geschwind, Glückselig bin ich, d’weil ich sie find’.
Kanon: Hört ihr, wie schön heut’ der Postillion bläset …
um 1850
Postkutschen auf Briefmarken
1933, Österreich
1943, DR
1944, DR
1950, Belgien
1950, Saarland
1953, Rumänien
England
1955, Australien
1958, Polen
1958, BRD
1959, Ungarn
1963, Frankreich – ‘Römischer Pferdewagen’
1964, Österreich
1971, Schweden
1973, Frankreich – ‘Poststation zwischen Paris-Calais um 1825’
1973, Frankreich – ‘Poststation im 19. Jh’
1976, DDR
1977, Ungarn
1981, Tschechoslowakei
1985, BRD
1985, DDR
1985, BRD
1985, BRD
1985, BRD
1988, Portugal
1988, Frankreich
1989, Irland
1989, Frankreich
1989, Kambodscha
1990, Kambodscha
1989, BRD
1989, BRD
1989, BRD
1990, BRD
1990 (DDR)
1996, Österreich
2008, Österreich
2008, Österreich
2008, Österreich
2008, Österreich
2010, BRD
2010, BRD
2011, Russland
2013, Russland
2013, Frankreich
2013, Estland
2013, Slowenien
2013, Mosambik
2013, Österreich
2015, Österreich
2018, Österreich
Übrigens kamen die ersten deutschen Briefmarken ab etwa 1850 in Bayern und Preußen in Umlauf.
um 1900
Der Postkutscher
Einen Postkutscher nannte man den Fahrer bzw. Lenker eines von Pferden gezogenen Boten- oder Postwagens. Von anfänglich einfachen Kastenwagen für Postsendungen wechselte man zu Transportkutschen mit mehr oder weniger großer Fahrgastkabine, um die zusätzliche Mitnahme von Personen zu ermöglichen.
Der Postkutscher Einen Postkutscher nannte man den Fahrer bzw. Lenker eines von Pferden gezogenen Boten- oder Postwagens. Von anfänglich einfachen Kastenwagen für Postsendungen wechselte man zu Transportkutschen mit mehr oder weniger großer Fahrgastkabine, um die zusätzliche Mitnahme von Personen zu ermöglichen.
Einen Postkutscher nannte man den Fahrer bzw. Lenker eines von Pferden gezogenen Boten- oder Postwagens.
‘Historischer Postwagen’
Von anfänglich einfachen Kastenwagen für Postsendungen wechselte man zu Transportkutschen mit mehr oder weniger großer Fahrgastkabine, um die zusätzliche Mitnahme von Personen zu ermöglichen.
‘An English Stagecouch’ [Randolph Caldecott]
Im Jahr 1657 nahm in England eine der ersten Postkutschen ihren regelmäßigen Betrieb auf; sie fuhr von Chester nach London und wieder zurück.
Etwa zur selben Zeit kann man auch den Beginn des regulären deutschen Postverkehrs sehen. So konnte man ab 1660 bspw. von Leipzig nach Hamburg einen Geburtstagsgruß versenden, statt sich selbst auf eine beschwerliche Reise machen zu müssen.
Neben Briefen und Paketen transportierte der Postkutscher nun auch Passagiere, was damals lustigerweise P e r s o n e n p o s t genannt wurde. Das erhobene Beförderungsentgelt kann nicht unerschwinglich hoch bemessen gewesen sein, denn Bilder bezeugen, dass sich wohl auch einfache Leute – zumindest ab und an – eine Reise mit einer Postkutsche leisten konnten.
1837
1839
1851
Berufsbezeichnungen
Postkutscher, Postillion, Postillon. (veraltet) Postknecht
Englisch: Französisch: Italienisch: Niederländisch: stage coachman postillon postiglione postiljon Polnisch: Russisch: Slowakisch: Spanisch: poczta woźnica ямщик postilión postilión
verwandte Berufe: Briefträger, Paketbote, Postreiter, Kutscher
1846
um 1850
‘Historische Saarländische Postillione’
‘Historische Preussische Postillione’
‘Historischer Sächsischer Postillion’
1833, Frankreich
1870
1888
um 1900
Frankreich
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Poststationen & Posthaltereien
1616, Augsburg – ‘Außerhalb der Stadtmauern gelegene Poststation mit Posthaus’
1629
‘Szene an einer Poststation um 1855’
Als Poststation (sog. Relais) bezeichnete man seit der Gründung der Post im Jahre 1490 eine an einem P o s t k u r s (auch: Poststraße, Postlinie, Postroute), an der zuerst Postreiter und späterhin auch Postkutscher die Pferde wechselten. Größere Poststationen (Vorläufer späterer Postämter) unterstanden Postmeistern, reine Pferdewechselstationen (Posthaltereien) hingegen den sog. Posthaltern.
Zugleich waren Poststationen die – im Wortsinn – damaligen ‘Bahnhöfe’ für Reisende, an denen sie zu- oder aussteigen konnten.
um 1840, Österreich
um 1840, Österreich
Die Entfernung zwischen den einzelnen Stationen war auf 2 Meilen bemessen. Diese Meilen darf man jedoch nicht streng geographisch nehmen, sondern als eben die Entfernung, die von der Post in 2 Stunden zurückgelegt werden konnte; was freilich maßgeblich von der Beschaffenheit des Geländes abhängig war.
um 1850, Italien
um 1882, Paris
Durch bestimmte Signale mit dem Posthorn kündigten Postreiter wie Postkutscher bereits vor dem Eintreffen auf der Poststation ihre bevorstehende Ankunft an, damit der Pferdewechsel schon vorbereitet und schneller erfolgen konnte.
1850
um 1860
Postkutscher im Dienst
1907
um 1910
vor 1914
um 1915
1928
um 1950
Der Postillon in der Eifel
Es gab aber auch gehobenere Wandergewerbeberufe in der Eifel. An erster Stelle steht hier der Postillon. Vor fünfzig Jahren war er nicht nur ein wesentlicher Bestandteil der damaligen Eifeler Reiseromantik, sondern ein noch wichtigeres Glied in der Eifeler Verkehrswirtschaft. Das Eisenbahnnetz war damals noch recht dürftig ausgebaut, die Querverbindungen zwischen den Hauptbahnstrecken Köln – Trier und Trier – Koblenz und den wenigen davon abzweigenden Binnenstrecken, wurden nur durch Postkutschenlinien hergestellt. Im Auftrage der Postbehörde unterstand der Postkutschenverkehr den Posthaltereien, die, an besonders wichtigen Kreuzungspunkten gelegen, meist größere Bauern- und Fuhrhaltebetriebe mit genügend leistungsfähigem Pferdematerial waren. […]
1923 – ‘Postkutsche im Regen’ [Ludwig Koch]
. .
Postillon – keine leichter Beruf
Im glühenden Sommer ohne jeden Schutz eingepreßt, in seine enge Uniform und seinem bewehrten Helm, im Winter auf seinem Bock den Sturm, Frost und Schneetreiben preisgegeben, war er voll verantwortlich für seine Passagiere und den wertvollen Inhalt des Postsackes. Im Winter war er dazu oft größeren Widerwärtigkeiten und Gefahren ausgesetzt. .
1798 – ‘Postkutsche im Winter’ [Wilhelm von Kobell]
. Mein Vater, der um die Jahrhundertwende Post-verwalter in Daun war, hat mir häufig davon erzählt, wie oft der […] Postwagen nachts auf der eiskalten Höhe von Dockweiler im Schnee stecken blieb. Da mußte der brave Postillon den Postsack schultern und durch den Schnee zum nächsten Dorf waten, dort das Postamt in Daun anrufen, das wieder die Posthalterei alarmierte und dann mit einem leichten Schlitten der bedrängten Postkutsche entgegenfuhr. Wenn es Not tat, […] mußten sogar die Bauern aus dem Schlaf geweckt werden, um die eingeschneite Postkutsche wieder freizuschaufeln. . Im Sommer konnte es dafür aber auch um so schöner für den Postillon sein. Da konnte man das Posthorn erklingen lassen, da gabs auch oft ein kräftiges Trinkgeld von den Beamten und Reisenden, da fühlte man sich, wenn man durch die Dörfer fuhr, so recht erhaben auf dem hochthronenden Bock, wenn die Mädchen an den Strecken keck emporschauten und macher frohe Winkegruß hin- und herging. – Das alles ist heute dahin. Vor wenigen Jahren hat man oben in der Vulkaneifel den letzten hochbetagten Eifelpostillon begraben. […]
. [Dr. Viktor Baur: ‘Ausgestorbene Eifelberufe’ – Eifel-Kalender 1955]
Postkuschenromantik
um 1860
um 1880, England
1864
um 1900, Österreich
um 1900
1928
um 1920
um 1930
Wenn einer eine Reise tut …
um 1880
… dann kann er was erzählen
Das Reisen mit der Postkutsche muss jenseits aller Romantik eine ziemlich anstrengende Angelegenheit gewesen sein und setzte – wie berichtet ward – vor allem »gute Leibeskonstitution und christliche Geduld« voraus.
Die meisten Straßen waren schlecht oder gar nicht gepflastert, so dass die eng beieinander sitzenden Passagiere in den ungefederten Kutschen bei jedem Schlagloch durcheinander gerüttelt wurden. Außerdem waren sie den oft als raubeinig beschriebenen Postillionen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.
um 1850, Dänemark
1874, Schweiz
1901, Texas
Dies & das
Humor
1810, Frankreich
um 1818, Frankreich
um 1880
um 1825
um 1900
Lieder
. Fahr’ auf der Post, frag’ nicht was ‘s kost’t Spann’ die Gedanken ein, ich will der Postknecht sein; Denn es ist Zeit und ist mir leid: Denn, die mich herzlich liebt, die ist sehr weit. Postknecht, feh’ wacker drauf, du wirst schon wissen auch, Was Postknecht’s ist Gebrauch. Trararara nur brav geblasen! Es soll ein Trankgeld sein vor dich allein, Wenn ich bei mei’m Vergnügen werd’ sein.
Schlad’ auf die Pferd’, weil ich’s begehrt, Setz an die Sporn und reit, wir müssen heut’ noch weit: Denn, die mich liebt, ist sehr betrübt. Ich muß heut’ bei ihr sein, so hab’ ich Freud’. Laß schießen deinen Zaun, ob gleichfalls steht der Schaum Nebst deinem Sattelbaum. Trararara nur brav geblasen! Daß es brav schallt, wir seh’n gar bald Das grüne Städtchen im grünen Wald.
‘Die Ankunft der Postkutsche’ [Georg Hemmrich]
Ei was ist das? Da seh’ ich was; Da kömmt die Liebste mein, zu lindern meine Pein. Spring auf, mein Herz, vergiß den Schmerz, Nach der Betrübniß folget Scherz. Du mußt schon wissen auch, was Postknecht’s ist Gebrauch: Trararara nur brav geblasen! Da kömmt mein Kind, Postknecht geschwind, Glückselig bin ich, d’weil ich sie find’.
Kanon: Hört ihr, wie schön heut’ der Postillion bläset …
um 1850
Postkutschen auf Briefmarken
1933, Österreich
1943, DR
1944, DR
1950, Belgien
1950, Saarland
1953, Rumänien
England
1955, Australien
1958, Polen
1958, BRD
1959, Ungarn
1963, Frankreich – ‘Römischer Pferdewagen’
1964, Österreich
1971, Schweden
1973, Frankreich – ‘Poststation zwischen Paris-Calais um 1825’
1973, Frankreich – ‘Poststation im 19. Jh’
1976, DDR
1977, Ungarn
1981, Tschechoslowakei
1985, BRD
1985, DDR
1985, BRD
1985, BRD
1985, BRD
1988, Portugal
1988, Frankreich
1989, Irland
1989, Frankreich
1989, Kambodscha
1990, Kambodscha
1989, BRD
1989, BRD
1989, BRD
1990, BRD
1990 (DDR)
1996, Österreich
2008, Österreich
2008, Österreich
2008, Österreich
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2010, BRD
2010, BRD
2011, Russland
2013, Russland
2013, Frankreich
2013, Estland
2013, Slowenien
2013, Mosambik
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2015, Österreich
2018, Österreich
Übrigens kamen die ersten deutschen Briefmarken ab etwa 1850 in Bayern und Preußen in Umlauf.
um 1900
Der Postkutscher Einen Postkutscher nannte man den Fahrer bzw. Lenker eines von Pferden gezogenen Boten- oder Postwagens. Von anfänglich einfachen Kastenwagen für Postsendungen wechselte man zu Transportkutschen mit mehr oder weniger großer Fahrgastkabine, um die zusätzliche Mitnahme von Personen zu ermöglichen.
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