Durch die Woche - 2021-08-14
Der Wochenrückblick im Schnelldurchlauf.
Beginnen möchte ich mit einem noch etwas weiteren Blick zurück, dem Wochenrückblick von letzter Woche. Wie dort erwähnt hat Facebook Forscher*innen der NYU die Accounts gesperrt. Diese sind allerdings nicht die einzigen, denen Facebook ihre Arbeit erschwert bzw. sogar unmöglich macht. AlgorithmWatch stellt nach Schikanen seitens Facebook sein Forschugsprojekt zu Instagram ein. Die Gründe werden hier ausführlich erläutert.
Deshalb waren wir überrascht, als Facebook uns Anfang Mai 2021 zu einem Treffen einlud. Unser Projekt, so Facebook, verstoße gegen die Nutzungsbedingungen, die die automatisierte Erfassung von Daten verbieten. Sie würden „formellere Schritte einleiten“ müssen, wenn wir das Problem nicht zu ihren Bedingungen „lösen“ würden – eine kaum verhohlene Drohung.
Facebook sammelt einfach keine Pluspunkte.
Die Reaktionen auf Apple und dessen Pläne, Kindesmissbrauch in Fotos zu erkennen (s. ebenfalls letzte Woche) waren von einiger Kritik begleitet. Die Firma hat nunmehr reagiert. Reuters:
After a week of criticism over a its planned new system for detecting images of child sex abuse, Apple Inc (AAPL.O) said on Friday that it will hunt only for pictures that have been flagged by clearinghouses in multiple countries.
Gut!
Unser allerliebstes Stück kaputter Software kommt nicht aus den Negativschlagzeilen.
Im Klartext: Die Gefahr dass Behörden insgesamt im Fall der Fälle mit Luca-Daten eher unnütze Daten bekommen, die bei der Pandemiebekämpfung wenig helfen, ist keineswegs gebannt, das legen auch Erfahrungen aus anderen Gesundheitsämtern nahe.
Eigentlich müsste es in jedem Bundesland einen Untersuchungsausschuss zur Frage der Beschaffung dieser Software geben.
Aber gut, auch etablierte Software wird über die Zeit nicht immer besser. Oft liegt es an den Produktmanagern (PM) bzw. an den Erwartungen an neue Versionen einer Software. Tim Bray hat das mal aufgeschrieben.
It is the dream of every PM to come up with a bold UX innovation that gets praise, and many believe the gospel that the software is better at figuring out what the customer wants than the customer is.
/via Pixel Envy
Uns gehören immer weniger Dinge, die wir kaufen. Wir bezahlen zwar, aber inzwischen oft in Form von Abonnements. Software, Musik und Filme (gerade über Streaming), Bücher,... Das blöde dabei: die Anbieter können uns das alles jederzeit nehmen, den Zugang einschränken. Lest es aber bei Mike Masnick nach, da ist das besser beschrieben: The End Of Ownership: How Big Companies Are Trying To Turn Everyone Into Renters.
Das soll es für diese Woche dann auch schon gewesen sein. Schönes Wochenende!














