... Diesmal steht vor allem der GZ-Chef im Mittelpunkt, zumal der Film (Drehbuch: Carsten Unger) ein biografisches Detail aus dem ersten Film aufgreift: Sander ist als Kind von seinem Vater misshandelt worden. Fotos der toten Frau als kleines Mädchen zeigen die gleichen Wunden wie jene, deren Narben den Polizisten sein Leben lang begleiten werden. Beeindruckend ist vor allem die Beiläufigkeit, mit der diese Fakten vermittelt werden. Dabei vertraut Rowitz ganz auf die Kraft der Bilder – mit einer Einschränkung: Was dem kleinen Niko widerfahren ist, wird nicht gezeigt. Schon im letzten Film gab es jedoch die Andeutung, dass ein Gürtel im Spiel war; diesmal erklingt ein entsprechendes Geräusch, das womöglich noch stärker schmerzt als eine Aufnahme der Misshandlung. Eine plakative, aber gleichfalls wirkungsvolle Szene verdeutlicht zudem, dass Sander nach dem Schuss auf die Diebin nicht zur Tagesordnung übergehen kann: Er hat vergeblich versucht, sie zu reanimieren; später gelingt es ihm nicht, ihr Blut von seinen Händen abzuwaschen. ...