Unterwegs auf dem Heidschnuckenweg (Tag 3)
Der 3. Tag begrüßte uns mit Regen und so machten wir uns, dementsprechend ausgerüstet, auf den Weg. Durch weite Heideflächen strebten wir dem Totengrund zu. Woher dieser Name für die recht große Bodensenke kommt, ist nicht eindeutig überliefert.
Fest steht, dass ein Besuch auf jeden Fall lohnt. Jetzt liefen wir am oberen Rand der Senke entlang durch einen wunderschönen Laubwald mit hohen Buchen und Eichen.
Nach diesem relativ kurzen Abstecher trafen wir nach ca. 2 Std. wieder auf unseren Heidschnuckenweg. Inzwischen schien wieder die Sonne und der Weg schlängelte sich durch die weiten Heideflächen. Der Ginster strahlte in quietschegelb mit der Sonne um die Wette. Birken, Wacholder und knorrige Kiefern, die zu mächtigen Bäumen herangewachsen sind, stehen oft als Solitärbaum mitten in den Heideflächen. Das Wechselspiel von Licht und Schatten sorgt für eine faszinierende Dramaturgie und lässt die Landschaft immer wieder aufs Neue „leben“. Wer es etwas gruseliger mag, der unternimmt eine Nachtwanderung bei Vollmond. Denn dann spielen die Wacholder tolles Schattentheater. Außerdem liefern sie die schmackhaften Wacholderbeeren, die erst im 2. Jahr reif werden. Und wer wissen möchte, woher das „Sternles-Auto“ sein Markenzeichen hat, der schaue sich eine grüne, unreife Beere einmal etwas genauer an.
Der Weg verlief sanft bergab ins Radenbachtal. Hier führt der Weg , zum Teil als Bohlen-Pfad, durch ein riesiges, eingezäuntes Gelände. Mit etwas Glück lassen sich „Wilseder Rote“, eine alte Rinderrasse und ein paar Dülmener Wildpferde beobachten. Nachdem wir dieses feuchte Gelände durch ein Gatter wieder verlassen hatten, brachte uns der breite Sandweg unserem Tagesziel langsam näher. Eine weitere Stunde wanderten wir durch sanft wellige Heideflächen und dann hatten wir bald den Dorfteich, der das Ortszentrum von Undeloh bildet, erreicht. Es war ein wunderschöner Tag, den wir mit einem typischen Essen ausklingen ließen.
Die weiteren Etappen waren von Undeloh bis Handeloh, von Handeloh bis Buchholz in der Nordheide und schließlich die letzte Etappe von Buchholzi.d.N. nach Neugraben/Fischbek.
Das Kartenmaterial, das wir verwendeten kann jederzeit bei uns bestellt werden:
Kompass-Wanderkarte 718 – Lüneburger Heide und Kompass-Wanderkarte 726 – Hamburg / Altes Land.
Weitere Führer: Jan Brockmann, Abenteuer Heidschnuckenweg
Hartmut Engel / Friederike Engel: Outdoorführer Heidschnuckenweg
Text und Bilder: Jeannette Houillon











